Ideen für die Zukunft: Start-ups und Nachwuchs auf der DMEA

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Autor: Mirjam Bauer

Als wichtigem Feld widmete sich die DMEA dem Nachwuchs und den Start-ups. So gab es Sessions mit „Karriere-Insight“, Informationen zu Karrierewegen in der IT oder auch zum Verfassen von Lebensläufen und zu Stipendien. Im Format Meet2Match in der Networking Lounge 1, Halle 1,2 am Dienstag durften junge Fachleute elf Karrierepartner aus der Industrie in einer Art Speeddating kennenlernen. Denn Fachkräfte werden händeringend gesucht – der Bereich „Digital Health“ macht da keine Ausnahme. Damit Software, Apps und Technik in Zukunft entwickelt und optimiert werden können, braucht es kluge Köpfe. „Es waren vielversprechende Studierende dabei.  Ich war super positiv überrascht von der Qualität der Gespräche“, erklärte beispielsweise Daniela Hannappel, Market Development Program Manager Healthcare DACH & Finland bei Intersystems.

Inhaltliche Einblicke boten die Karriererundgänge für junge Besucher:innen am Dienstag und Mittwoch. In kurzen Präsentationen stellten sich diverse Unternehmen den potenziellen neuen Mitarbeitern vor. Der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) richtete eine Nachwuchs-Rallye mit Fragen und kleineren Aufgaben bei Firmen aus; die drei Besten wurden hier prämiert. Auch der Nachwuchspreis für herausragende Bachelor- und Masterarbeiten wird im Laufe des Mittwochs in Stage B Halle 5.2 vom bvitg verliehen. 65 Arbeiten wurden dafür eingereicht. Eine hochrangige Jury wählte sechs Sieger aus, die vor Ort ausgezeichnet werden. Die Inhalte der Arbeiten sind vielfältig und spiegeln das gesamte breite Spektrum der Messe wider: Managementthemen, Genanalytik, Auswertung von Gestik, Prozessverbesserungen …

Insgesamt ist die Messe jünger und bunter geworden. Die Stände sind offener, moderner – und die jungen Menschen fühlen sich wohl. Die Dominanz der grauen Männer ist Geschichte, zumindest dieser Tage in Berlin.

Auf der Start-up Fläche in Halle 1.2 finden sich 33 Unternehmen, daneben gibt es mehrere „Start Me Up!“-Pitchformate mit den ausstellenden und weiteren Gründer:innen. Drei israelische Jungunternehmen sind in Halle 4 angesiedelt, Start-ups aus Finnland findet man bei Oulu Health, und in der Mobile Zone sind ebenfalls viele Innovatoren vertreten. Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach lenkte bei seinem Rundgang seinen Fokus auf die Start-ups und besuchte neben den traditionellen Firmen Fuse AI und Selfapy.

Bei den ersten Pitches am Dienstag stellten sich im Bereich Telemedizin Actimi, Aidmed, BOCAhealthcare, knok Healthcare und Mia-Care vor. Moderiert wurden alle drei Pitches von Laura Nelde, Flying Health. Eine gemischte Session mittags umfasste die Start-ups Datlowe, NuraLogix, Supedio, smartprass, MEC-Academy und inngo. In der dritten Session zur Digitalisierung in der Pflege präsentierten sich QraGo, OLMA, iteratec, Dytter, digitAAL Life, DEJ Technology und Cliniserve. „Es waren vielversprechende Lösungen dabei, die sowohl im Krankenhaus als auch in der Arztpraxis bzw. bei den Patient:innen ansetzen. In der Pflege braucht es effizientere Prozesse, um die Pflegekräfte zu entlasten. Die DMEA widmet sich nicht mehr ausschließlich dem stationären Sektor, sondern der gesamten Branche, auch Praxen und Versicherungen“, so die Senior Insights Managerin bei Flying Health.

Ein letzter Tipp: Die Session „Reicht wirklich nur eine Idee?“ am Donnerstag wird spannende Einblicke bringen, wie Gründungen nachhaltig Bestand haben.

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