Ist das Spital der Zukunft eine Datenbank?

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Autor: Scho

Der Spitalsverbund in Wien soll komplett runderneuert werden. Bis 2040 sollen alle Kliniken in Wien, mit Ausnahme der Klinik Floridsdorf, modernisiert werden. Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker sprach in diesem Zusammenhang von einem „extremen Prozess“. Hacker sprach von Lehren, die man aus der Pandemie aber auch aus dem Bau des Krankenhaus Nord gezogen habe. Satte acht Milliarden Euro oder mehr dürften in die Modernisierung investiert werden. Da geht es um Stationen, um Pavillions, um Standorte. Aber auch ohne Digitalisierung wird es nicht gehen. Und Erfahrungswerte in diesem Feld gibt es zu Genüge seit Beginn der Nuller-Jahre – ein Thema, das auch am zweiten Tag des Gesundheitswirtschafts-Kongresses in Wien großen Raum einnimmt.

„Es geht“, so Albert Frömel vom Beratungsunternehmen Zühlke Österreich. Was er meint, ist die Verschränkung der unterschiedlichen Akteure im Gesundheitsbereich mit dem Ziel, den Behandlungspfad für Patienten möglichst reibungslos zu gestalten. Denn zwischen dem Plan eines solchen Patientenpfades und der Realität bestünden oft sehr große Unterschiede. Die Realität sei sehr oft ein Pfad mit vielen Brüchen. Die zentrale Frage, die sich aus den Debatten beim Kongress im Hotel Savoy in Wien letztlich herauskristallisiert: Wie lässt sich Informationsgewinn sicherstellen und wie Informationsverlust auf einem solchen Pfad minimieren. Die Antwort: Vernetzung der unterschiedlichen Player auf dem Pfad eines Patienten.

Digitale Bausteine

Technologie sei dabei ein Teil – ein wesentlicher Teil, aber nur ein Teil, so Albert Frömel. Was sich als zielführend erwiesen habe, sei im Grunde intelligente Datenplattformen, über die alle relevanten Spieler aus öffentlichen Diensten, Privatwirtschaft und Wissenschaft vernetzt und Patienten von der Behandlung bis in die Nachbehandlung oder auch die Pflege begleitet würden. Und Einbahnstraßen seien Teil dieses Prozesses – böten sie doch die Chance, es anders zu machen. „Wir entwickeln uns hin zu einer Innovationskultur“, so Frömel. Alles was es brauche sei im Grunde nichts anderes, als die Entscheidung und den Willen Erfahrungswerte zu nutzen und es auch durchzuziehen.

Heiko Boknecht, von Dedalus HealthCare, spricht in diesem Zusammenhang von digitalen Würfeln oder auch Bausteinen, um Struktur, Prozesse und letztlich Ergebnisse in der unmittelbaren Behandlung zu optimieren. Die Schlüssel dazu: Transparenz und vor allem auch einfache Handhabe zum Beispiel über übersichtliche Visualisierungen – wie in einem Cockpit. Denn die beste Software nütze niemandem etwas, wenn sie nicht benutzerfreundlich sei.

Digitalisierung kann damit letztlich ein Treiber für die Versorgungsqualität sein – weil Ergebnisse verglichen, ausgewertet und die Betreuung damit auch laufend angepasst und verändert werden kann.

Und so sieht auch Mathias Seraphin von der VAMED das Krankenhaus der Zukunft weniger als fertige Bauanleitung. Ja zum Teil nicht einmal als Bau, sondern viel eher auch als Datenleitung.

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