Rücktrittsaufforderung an Ärztekammer-Chef Steinhart

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Die Salzburger Ärztekammer hat den Rücktritt von Johannes Steinhart als Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) gefordert. Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass dieser – Steinhart ist auch Präsident der Wiener Ärztekammer – in der Causa rund um mutmaßliche Malversationen in der Tochtergesellschaft Equip4Ordi als Beschuldigter geführt wird. Laut Angaben der Wiener Staatsanwaltschaft geht es um den Verdacht der Beteiligung an Untreue.

„Seit Monaten belasten strafrechtliche Vorwürfe im Wirkungsbereich der Wiener Ärztekammer nicht nur deren Reputation, sondern wirken destruktiv auf alle Strukturen der ärztlichen Standesvertretungen in den Ländern und auf die Österreichische Ärztekammer“, teilte Salzburgs Ärztekammerpräsident Karl Forstner in einer Aussendung mit. Damit sei eine Grenze erreicht, „bei der wir zwingend politische Verantwortung durch Dr. Steinhart einfordern.“ Mit einem Rücktritt könnten Reputation und politische Handlungsfähigkeit der ÖÄK im vollen Umfang wiederhergestellt werden.

Steinhart selbst hatte am Freitag auf APA-Anfrage über einen Sprecher ausrichten lassen, dass er „zu einem laufenden Verfahren“ nicht Stellung nehmen werde.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Rotes Kreuz: Neue Blutspenderverordnung tritt mit 1. September 2022 in Kraft

Rotes Kreuz: Neue Blutspenderverordnung tritt mit 1. September 2022 in Kraft

Mit 1. September 2022 dürfen auch Männer, die Sex mit Männern haben, Blutspenden. Das Rote Kreuz begrüßt, dass nun mehr spendefähige Menschen ihr Bestes geben können.

ÖGK-Offensive zur Besetzung offener Vertragsarztstellen

ÖGK-Offensive zur Besetzung offener Vertragsarztstellen

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) startet im heurigen Jahr eine Offensive zur Besetzung offener Vertragsarztstellen. Generaldirektor Bernhard Wurzer kündigte im Interview mit der APA an, dass man Ärzten ein Angebot machen werde, um sie bei der Errichtung von Ordinationen zu unterstützen. Außerdem vergibt die ÖGK Stipendien für angehende Kassenärzte. Für die Finanzausgleichs-Verhandlungen fordert Wurzer vor allem Transparenz über Leistungen und Kosten der Spitalsambulanzen.