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Wer den Zusammenhang zwischen Gesundheitswesen und Politik
noch nicht erkannt hat, muss mit Blindheit geschlagen sein. Doch wie steht es mit der sogenannten „Mikropolitik“? Manche bringen sie spontan mit dem Machttechniker Niccolo Macchiavelli
in Verbindung, der als erster Politik ganz unverblümt als Beruf ohne Ethik definierte – wofür er heute, 500 Jahre danach, von vielen Seiten heimliche wie offene Zustimmung erntet. Mikropolitik ist allerdings viel subtiler und vor allem in modernen
Organisationen undurchsichtiger als der ohnehin oft falsch verstandene Macchiavellismus.
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Wenn man unseren zweijährigen Kindern beim Essen zuschaut, dann kann man eine faszinierende Vielfalt an Möglichkeiten der Nahrungsaufnahme beobachten. Sie ist Ausdruck einer ungebremsten angeborenen Freude am Ausprobieren und Erkunden der unmittelbaren Umgebung. Es handelt sich um ein Lernen durch Versuch und Irrtum. Diese Phase wird von uns Eltern später durch ein Lernen durch Imitation ergänzt. Ein großer Teil der Erziehung fußt jedoch auf einem autoritär verordneten Zurückdrängen der natürlichen Kreativität. Nun ist es ja tatsächlich so, dass die Führung des medizinischen Betriebs eines Krankenhauses, in der jeder Mitarbeiter im Sinne einer „Good Idea“-Therapie kreativ tätig wird, nicht gut möglich ist.