KABEG will Gehälter erhöhen

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Der Kärntner Krankenanstaltenbetreiber Kabeg hat angekündigt, die Gehälter für Ärzte und Pflegepersonal anzuheben. Der Schritt sei nötig, um etwa mit der Steiermark mithalten zu können, wo die Gehälter erst vor Kurzem erhöht wurden, sagte Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel im Interview mit dem ORF. Die Kosten für die Erhöhung in den Landeskrankenanstalten bezifferte er mit rund 60 Millionen Euro.

Rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte würden in Kärnten von einer Angleichung an das steirische Niveau profitieren, im Pflegebereich arbeiten in den Kabeg-Häusern rund 4.000 Personen. Die Summe von 60 Millionen Euro könne die Kabeg allein aber nicht stemmen, hieß es von Gabriel. Das sei eine politische Entscheidung, meinte der Kabeg-Vorstand weiter und plädierte für ein Gehaltsmodell für ganz Österreich. Auf das Land Kärnten kämen aktuell mit der geforderten Erhöhung 80 bis 90 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr hinzu, weil auch die konfessionellen Spitäler mitziehen müssten.

Im Büro von Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) will man den steirischen Gesetzesentwurf und weitere Daten, etwa zu Überstundenregelungen, abwarten. Nach entsprechenden Vergleichsrechnungen sollen „notwendige Harmonisierungen“ umgesetzt werden, hieß es in einer Stellungnahme auf APA-Anfrage. Gefordert werden einheitliche Gehaltsmodelle, damit es nicht zu einem „gegenseitig konkurrenzierenden Wettbieten zu Lasten der Bevölkerung“ komme.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Expertinnen-Kritik an Hebammen-Mangel

Expertinnen-Kritik an Hebammen-Mangel

Obwohl sie einen kostenfreien Anspruch auf Hebammenleistungen bis zur achten Woche nach der Geburt hätten, könnten Frauen diese Hilfe oft nicht wahrnehmen: Etwas mehr als 2.600 Hebammen sind derzeit tätig, rund 1.450 davon im Krankenhaus angestellt und zusätzlich frei praktizierend,

Europas Kardiologen wollen EU-Plan gegen Herzkrankheiten
Todesursache Nr. 1

Europas Kardiologen wollen EU-Plan gegen Herzkrankheiten

Der Wiener Herzspezialisten und Präsident der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) betont die dringende Notwendigkeit eines koordinierten europäischen Plans zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit.

Neues aus der Welt der Gesundheitswirtschaft im Jänner 2023

Neues aus der Welt der Gesundheitswirtschaft im Jänner 2023

Mit unserem neuen Newsletter liefern wir Ihnen eine geballte Ladung News aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft und des Gesundheitswesens auf den Schirm. Monat für Monat. Lesen Sie hier die Jänner-Highlights.