DFP-Podcast: Warum Früherkennung, Kombinationstherapien und Genetik die Behandlung revolutionieren
Bis 2040 könnte sich die Zahl der Prostatakrebsfälle verdoppeln. Schon heute ist das Karzinom die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Österreich. Die Therapie hat sich grundlegend gewandelt: Statt einfacher Standardbehandlungen gibt es nun vielfältige Tabletten- und Kombinationstherapien. Besonders beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom zeigt sich ein klarer Trend zu intensiveren Behandlungen mit Dubletten- oder Triplettherapien, die Überleben und Krankheitskontrolle verbessern.
Ein zentrales Problem bleibt die fehlende organisierte Früherkennung. Studien zeigen, dass strukturierte Screeningprogramme nicht nur die Sterblichkeit senken, sondern auch sozial gerechter sind. Moderne Diagnostik wie MRT verringert zudem unnötige Eingriffe.
Zukünftig rücken personalisierte Ansätze stärker in den Fokus: Genetische Tests, zielgerichtete Therapien und neue Wirkstoffkombinationen ermöglichen individuelle Behandlungsstrategien. Klar ist: Prostatakrebs ist längst keine einfache Erkrankung mehr, sondern ein hochkomplexes Feld mit wachsender therapeutischer Präzision.
Im Gespräch: Dr. Johanna Krauter (Universitätsklinik für Urologie, MedUni Wien) und Mag. Dr. Florian Berndl, niedergelassener Urologe (Uromed Kompetenzzentrum Wien).
Dieses Audio-Angebot entstand mit freundlicher Unterstützung der Astellas Pharma GmbH und ist mit 2 Fortbildungspunkten dotiert.
