Überlebensrate bei Hautkrebs deutlich verbessert

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Dank Immuntherapie ist die Überlebensrate bei Hautkrebs deutlich verbessert worden. Mittlerweile überleben bereits 50 Prozent der Menschen, die an einem Stadium-IV-Melanom erkrankt sind, zehn Jahre und mehr. Mithilfe von mRNA-Impfstoffen, die zurzeit entwickelt werden, soll zukünftig die Überlebensrate beim schwarzen Hautkrebs noch weiter gesteigert werden. Darüber und über weitere Themen wird von Mittwoch bis Samstag beim Europäischen Hautärztekongress in Wien diskutiert.

„Die Haut ist ein Organ, das uns zu unserer Umwelt abgrenzt und daher mit vielen Stoffen wie UV-Strahlen und Chemikalien in Kontakt kommt und auch immer wieder von Verletzungen und Verbrennungen betroffen ist. Die Haut kann deshalb entzündliche Reaktionen, Allergien, Hautinfektionen und Hauttumorerkrankungen entwickeln. Jeder Mensch ist daher früher oder später von zumindest einem Hautproblem betroffen“, berichtete Christian Posch, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Präsidiumsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie, am Montag.

„Um schwarzen Hautkrebs noch besser bekämpfen zu können, gibt es jetzt auch neue Ansätze, um die Behandlung der Krebserkrankung mithilfe des eigenen Immunsystems weiterzuentwickeln. Basierend auf der mRNA-Technologie werden personalisierte, therapeutische Impfungen entwickelt, die bei einem bestimmten Risikoprofil unterstützend angewandt werden sollen“, erläuterte Posch. Vorstellbar ist so eine mRNA-Impfung bei Fällen, in denen das Melanom zwar vollständig entfernt werden konnte, aber durch die Impfung verhindert werden soll, dass die Melanomerkrankung zurückkehrt, wurde in der Aussendung des Austria Center Vienna berichtet.

„Wesentlich ist aber nicht nur die Behandlung von schwarzem und weißem Hautkrebs, sondern auch die richtige Hautkrebsvorsorge“, betonte Posch. „Die häufigsten Hautkrebserkrankungen sind Keratinozytenkarzinome, die im Volksmund auch ‚weißer Hautkrebs‘ genannt werden. Sie entstehen durch die UV-Schädigung der Oberhaut und treten in unterschiedlicher Form bei fast jedem zweiten Menschen über 60 Jahren auf“, erklärte der Mediziner. Der Kongress der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) findet von 30. September bis 3. Oktober im Austria Center Vienna statt.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

ME/CFS-Experte: Patienten-Umgang einer der „größten Medizinskandale“
"Eine organische Krankheit"

ME/CFS-Experte: Patienten-Umgang einer der „größten Medizinskandale“

Long Covid-Spezialist und Neurowissenschafter David Putrino geht mit der Debatte darüber, inwieweit derartige Syndrome überhaupt somatische Ursachen haben, hart ins Gericht.