Anmeldung für Akutgeriatrie und Remobilisation im Burgenland für Herbst jetzt möglich

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Autor: Scho

Ab September 2022 nehmen die neuen Departments für Akutgeriatrie und Remobilisation (AG/R) an den Spitalsstandorten Güssing und Kittsee die ersten Patientinnen und Patienten auf. Die beiden KRAGES-Häuser bieten damit erstmals im Burgenland spezielle Therapien für die ältere Generation an. Die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der KRAGES, sagt: „Mit den neuen Spitalsdienstleistungen für die ältere Generation stärken wir unsere dezentrale Spitalsstruktur und werten die Standorte im südlichsten und nördlichsten Burgenland weiter auf. Die Menschen im Burgenland wollen wohnortnahe, in Spitälern, denen sie vertrauen, verlässliche moderne Dienstleistungen haben. Gemeinsames Ziel ist es, die therapeutische Betreuung von älteren Menschen zu verbessern, daher investieren wir zusätzlich zu einer guten Basisversorgung jetzt auch massiv in die Akutgeriatrie.“

In eine AG/R zugewiesen werden Patientinnen und Patienten von Ihren Haus- oder Vertrauensärztinnen und -ärzten. Auch andere Gesundheitseinrichtungen können dies tun.

Das Anmeldeformular gibt es online als Download. Das Formular muss gemeinsam mit der zuweisenden Ärztin oder mit dem zuweisenden Arzt ausgefüllt werden. Es kann per Post an den bevorzugten Standort geschickt werden. Möglich ist auch eine gesicherte Online-Upload des Anmeldeformulars für Kittsee hier oder für Güssing hier :

Kittsee ab Herbst mit vollem Angebot, schrittweiser Start in Güssing

Die AG/R-Departements werden pro Standort im Endausbau 24 stationäre Plätze und vier ambulante Betreuungsplätze haben. Die AG/R in Güssing wird ab Herbst 2022 zunächst schrittweise hochgefahren, Kittsee startet sofort mit dem vollen Angebot.

Die Departments werden vor allem Personen ab 65 Jahren behandeln (im Bedarfsfall auch jüngere), die nach akuten Erkrankungen oder chronischen Beschwerden den oft beschwerlichen Weg zurück in ihren Alltag im gewohnten Umfeld noch vor sich haben. Dies wird in einer AG/R multiprofessionell unterstützt.

Die Patientinnen und Patienten können beispielsweise nach orthopädischen Operationen wieder mobilisiert werden, oder es werden altersbedingte Einschränkungen bei der Verrichtung alltäglicher Tätigkeiten therapiert. Auch verzögerte Heilungsverläufe nach Eingriffen werden in der AG/R behandelt. Unterschieden wird dabei in der Therapie zwischen einem dreiwöchigen stationären Aufenthalt oder einem ambulanten Programm, bei dem die Personen täglich nach Hause zurückkehren. Zum Leistungsumfang zählen Diagnostik und Behandlung nach Akuterkrankungen, geriatrische Assessments zur Feststellung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit und eine aktivierende Pflege. Im Rahmen eines Aufenthalts werden Bezugspersonen sowie soziale Dienste im Bedarfsfall in die Therapie miteinbezogen. Die multiprofessionellen und geriatrisch ausgebildeten AG/R-Teams in den Krankenhäusern in Güssing und Kittsee bestehen aus Ärztinnen für Innere Medizin, Pflegepersonal, Ergo- und Physiotherapeutinnen, weiters Logopädinnen, Psychologinnen, Ernährungsspezialistinnen sowie Seelsorgerinnen. Dadurch werden die medizinischen, funktionellen, psychischen, kognitiven und sozialen Aspekte der Erkrankungen berücksichtigt und ein individuell abgestimmter Therapieplan erstellt.

Fünf Millionen Euro Investitionen in Standorte Güssing und Kittsee

Das Burgenland hatte bis dato keine explizit für die Versorgung älterer Menschen gewidmeten Strukturen in den Spitälern. Der im Frühjahr vom Land beschlossene Regionale Strukturplan Gesundheit Burgenland 2025 sieht die Erweiterung von Null auf 48 Betten vor – das Angebot wurde also massiv verbessert. Die KRAGES investiert in die neuen AG/R in Güssing drei Mio. Euro, in die AG/R in Kittsee zwei Mio. Euro. Hubert Eisl, Geschäftsführer der KRAGES, sagt: „Mit den neuen Departments für Akutgeriatrie und Remobilisation bieten wir etwas im Burgenland an, wofür ältere Patientinnen und Patienten bisher in andere Bundesländer ausweichen mussten. Zusätzlich stärken wir auch die Krankenhausstandorte in Norden wie auch im Süden des Landes.“ Die AG/R im Bezirk Neusiedl wird mit dem Krankenhaus bis 2030 von Kittsee an den geplanten neuen KH-Standort in Gols übersiedeln.

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