Kommission bereitet Studie zur Zeitumstellung vor

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Autor: Scho

Es ist bald wieder so weit: In der Nacht auf Sonntag, 29. März, stellen die Menschen in Österreich und den anderen EU-Ländern ihre Uhren um eine Stunde vor. Mit einer Stunde weniger Schlaf beginnt dann die Sommerzeit, die bis Ende Oktober gilt. Seit Jahren gibt es zahlreiche Stimmen, die ein Ende des von vielen Menschen als belastend empfundenen Wechsels fordern. Die EU-Kommission plant nun eine Studie dazu. Wann diese genau vorliegen soll, ist aber noch nicht bekannt.

Die Europäische Kommission bereite eine Studie zu dem seit langem anhängigen Legislativvorschlag zur saisonalen Zeitumstellung vor, sagte ein Diplomat der derzeit turnusmäßig amtierenden zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft auf Anfrage der APA. „Sollte die Studie während unserer Präsidentschaft vorliegen, wären wir bereit, sie vorzustellen und einen Meinungsaustausch in der zuständigen Arbeitsgruppe zu führen“, so der Diplomat weiter. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei jedoch davon auszugehen, dass sie frühestens gegen Ende der Präsidentschaft fertiggestellt werde, das wäre Ende Juni.

Das Europäische Parlament hat schon 2019 das „Aus“ der Zeitumstellung beschlossen, umgesetzt wurde das bisher nicht. Eine qualifizierte Mehrheit aus Anzahl der Bevölkerung und Mitgliedsländern müsste für eine Abschaffung stimmen. Die Mitgliedsländer sind in der Frage jedoch nicht einer Meinung. Die neue Studie der Kommission und eine anschließende Diskussion könnten hier Bewegung in die Sache bringen, die seit Jahren festgefahren ist.

Eingeführt wurde die Sommerzeit 1973 in Europa anlässlich der Ölkrise und mit dem Hintergrund, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. Frankreich machte damals den Anfang. Österreich beschloss die Einführung erst 1979 wegen verwaltungstechnischer Probleme und weil man eine verkehrstechnische Harmonisierung mit der Schweiz und Deutschland wünschte. Diese beiden Länder führten die Sommerzeit erst 1980 ein.

(APA/red.)

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