Neues Verfahren erkennt Art der Nierensteine ohne Operation

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Autor: Scho

Ein neues Diagnose-Verfahren aus der Schweiz soll die Beschaffenheit und Form von Nierensteinen ohne chirurgischen Eingriff erfassen. So können laut Forschenden der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) Operationen vermieden werden. Denn nicht immer sei bei Nierensteinen eine Operation notwendig, schrieb die EMPA in einer Mitteilung. In einigen Fällen sei eine Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten ausreichend.

Wie man Nierensteine am besten behandelt, hängt davon ab, wie sie zusammengesetzt und geformt sind. Bisher sah man dies oft erst, nachdem sie bei einer Operation entfernt wurden. Die Forschenden arbeiten nun an einer speziellen Röntgen-Methode, mit der die Art Steine genau bestimmt werden kann. Das sogenannte Dunkelfeld-Röntgen nutzt einerseits die Streustrahlung, die bei der Wechselwirkung von Röntgenstrahlung und Nierenstein entsteht, andererseits die direkte Durchstrahlung, die gleichzeitig ein konventionelles Röntgenbild ergibt.

Die Kombination der beiden Bildarten ermögliche eine besonders empfindliche Bestimmung der Zusammensetzung des Steins, erläuterte die EMPA. Damit ließen sich sogar nahezu transparente Objekte sowie Feinheiten der Mikrostruktur abbilden. Noch läuft die Entwicklung des neuen Diagnoseverfahrens auf der Basis dieser Technologie. Das Ziel der Forschenden ist es, künftig gängige Röntgengeräte in Arztpraxen und Spitälern auf die neue Dunkelfeldtechnologie umzurüsten.

(APA/ag/red.)

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