Rotes Kreuz: Welt ist auf nächste Pandemie nicht vorbereitet

Lesedauer beträgt 3 Minuten
Autor: Scho

Die Welt ist aus Sicht des Roten Kreuzes auch drei Jahre nach Ausbruch des Coronavirus noch nicht ausreichend für mögliche künftige Pandemien gerüstet. „Eine nächste Pandemie könnte schon bald bevorstehen“, warnte der Generalsekretär der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), Jagan Chapagain, am Montag in Genf.

Laut aktuellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind mindestens 6,8 Millionen Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Das Rote Kreuz wies in seinem globalen Katastrophen-Bericht darauf hin, dass die Pandemie den größten Todesschub seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst habe.

Die Zahl der jährlichen Krankheitsausbrüche hat sich laut dem Bericht zwischen den frühen 1980er Jahren und den späten 2000ern verdreifacht. Das habe mit steigender Bevölkerungsdichte, zunehmendem Flugverkehr und dem Heranrücken von menschlichen Siedlungen an natürliche Lebensräume zu tun, hieß es.

Um für künftige Pandemien gewappnet zu sein, müsse das Vertrauen der Bevölkerung in Impfungen und Gesundheitsmaßnahmen ausgebaut werden, forderte Chapagain. Die faire globale Verteilung von Impfstoffen und Medizin sowie lokale Gesundheitsmaßnahmen auf Gemeindeebene seien ebenso wichtig.

Abgesehen von Corona zählte das Rote Kreuz 433 Katastrophenfälle im Jahr 2020 mit etwa 15.400 Toten und 529 Katastrophen im Jahr 2021 mit 14.600 Toten. In beiden Jahren standen jeweils mehr als 300 Ereignisse im Zusammenhang mit Klima und Wetter, wie es hieß.

(APA, red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Streit über Beatmungsgeräte – Philips einigt sich mit Teil der Kläger

Streit über Beatmungsgeräte – Philips einigt sich mit Teil der Kläger

Bereits im ersten Quartal hatte der Konzern für die Rechtsstreitigkeiten in den USA 575 Millionen Euro zurückgelegt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun berichtete, belaufen sich die Vergleichszahlungen auf mindestens 479 Mio. Dollar (446 Mio. Euro).

Bisher nur vage Pläne zu Behandlungszentren für Post Covid
Österreich

Bisher nur vage Pläne zu Behandlungszentren für Post Covid

Als erstes Bundesland in Österreich hat Salzburg im vergangenen Herbst eine Anlaufstelle für ME/CFS-Patientinnen beschlossen. Bis die Einrichtung tatsächlich verfügbar ist, könnte aber noch einige Zeit vergehen

Ärztekammer: Erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen sind Ärztinnen und Ärzte

Ärztekammer: Erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen sind Ärztinnen und Ärzte

Die Kammer kritisiert die Apothekerschaft. Diese überschreite ihre Kompetenzen – Behandlung von Krankheitssymptomen ohne ärztliche Diagnose ist gesundheitsgefährdend