100 Kassenstellen für Kaiser "Pflaster auf klaffender Wunde"

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Für Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sind die im Ministerrat beschlossenen Maßnahmen gegen die Probleme im Gesundheitsbereich nicht ausreichend. 100 neue Kassenarztstellen noch heuer sowie der Start-Bonus von bis zu 100.000 Euro für die Ausstattung der Kassenstellen seien „wie ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde“, sagte der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz zur „Kronen Zeitung“. Er pocht auf mehr Medizinstudiumsplätze.

Im Rahmen der Finanzausgleichsverhandlungen drängt Kaiser indes auf eine „andere, gerechtere Verteilung“ der Steuereinnahmen, denn: „Das Ausgabenwachstum von 2001 bis 2019 liegt beim Bund um 55,3 Prozent, und ist bei den Städten, Ländern und Gemeinden um 78,2 Prozent gestiegen.“ Eine Verfassungsklage, mit der Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) kürzlich gedroht hatte, falls das nicht geschehen sollte, ist für Kaiser „eine Möglichkeit“. Er hoffe aber, „dass der Finanzminister die ausgestreckte Hand der Länder auch annimmt.“ Zu Reformen, wie sie Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) gefordert hatte, sei man bereit.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Nationalrat beschloss Gesundheitsreform

Nationalrat beschloss Gesundheitsreform

Erleichtert werden soll die Gründung von Primärversorgungseinheiten, Gruppenpraxen und Ambulanzen. Bisherige Einspruchsmöglichkeiten der Ärztekammer etwa gegen neue Kassenstellen oder Ambulatorien der Sozialversicherungsträger entfallen.

Deutliche Rückschritte bei der Bekämpfung von Malaria

Deutliche Rückschritte bei der Bekämpfung von Malaria

Die Zahl der Todesfälle stieg von 576.000 auf 608.000. Hauptbetroffen ist nach wie vor Afrika. Den größten Zuwachs verzeichnete aber Pakistan. Die Hauptgründe: Klimawandel und Resistenzen.

Großbritannien: Verbände beklagen katastrophale Situation in Notaufnahmen

Großbritannien: Verbände beklagen katastrophale Situation in Notaufnahmen

In Großbritannien sterben nach Schätzungen von Verbänden 300 bis 500 Menschen pro Woche, weil sie bei Notfällen nicht rechtzeitig oder nicht angemessen versorgt werden. Der Vizepräsident des Royal College of Emergency Medicine, Ian Higginson, bekräftige die am Wochenende bekannt gewordenen Zahlen gegenüber der BBC. Er wies die Vermutung zurück, dass es sich um vorübergehende Schwierigkeiten handle.