Augenkontrolle: Ausschließlich bei Augenärztinnen und -ärzten

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Die Fachgruppe Augenheilkunde und Optometrie der Ärztekammer für Wien warnt vor Schnelltests zur Brillenbestimmung abseits von Ordinationen. Diese seien nicht aussagekräftig, da die Augen, beispielsweise beim Optiker, nicht eingetropft werden. „Dies aber ist notwendig, um korrekte Angaben zu den Dioptrien machen zu können“, betonen die beiden Fachgruppenvorsitzenden Helga Azem und Gabriela Seher. Darüber hinaus würden auch eventuelle Augenerkrankungen abseits von Ordinationen nicht erkannt werden.

In diesem Sinne sollten Erstuntersuchung, Dioptrienbestimmung und Kontrolle, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, ausschließlich bei den Augenärztinnen und -ärzten erfolgen. Nur so könne verhindert werden, dass Brillen mit einer falschen Dioptriezahl angepasst würden.

Früherkennung

Darüber hinaus gebe es eine große Zahl an Augenerkrankungen, die rechtzeitig erkannt und behandelt werden müssten – was aber eben nur in einer Arztordination möglich sei. „Wir denken hier vor allem an versteckte Weitsichtigkeit, Schielstatus, cerebral visuell bedingte Sehstörungen, aber auch an die Diagnosestellung einer Legasthenie“, so Azem und Seher. Denn nicht jede Leseschwäche sei zwangsläufig eine Lese- und Rechtschreibstörung, oft liege es „nur“ an den Augen.

Allen Eltern empfehlen die beiden Augenärztinnen, noch vor Schulbeginn eine umfassende Augenkontrolle in einer Arztordination durchführen zu lassen. Azem weist zudem auf die gute und wichtige Zusammenarbeit mit den Optikern hin. Diese seien „Partner bei gut sitzenden und richtig zentrierten Brillen – aber eben erst nach erfolgter augenärztlicher Verordnung der Brille“.

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