Bauprojekt im St. Josef Krankenhaus Wien erfolgreich abgeschlossen

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Autor: Scho

„Ausschlaggebend für das Bauprojekt war die strategische Neuausrichtung des St. Josef Krankenhauses Wien von einem regionalen Versorger hin zu einer hochspezialisierten Fachklinik mit klaren medizinischen Schwerpunkten“, beschreibt Geschäftsführer Mag. Andreas Waldsich, MIM die Ausgangslage. „Dafür waren mehr Platz und eine neue, moderne Infrastruktur nötig.“ Das St. Josef Krankenhaus ist Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung, der Ausbau war nur durch die finanzielle Unterstützung der Stadt Wien möglich. „Wir sind der Stadt Wien für ihr Vertrauen in unser Spital sehr dankbar“, so Waldsich.

Kernstück des Bauprojekts im St. Josef Krankenhaus Wien war der Ausbau der Geburtshilfe zu einem Eltern-Kind-Zentrum mit Kinderabteilung und Neonatologie. Dazu wurden 2019 die beiden geburtshilflichen Abteilungen des Göttlicher Heiland Krankenhauses und des St. Josef Krankenhauses Wien – beides Häuser der Vinzenz Gruppe – zusammengelegt. Mit rund 4.000 Geburten pro Jahr ist das Ordensspital im 13. Wiener Gemeindebezirk mittlerweile die größte Geburtsklinik Österreichs; die im Juni 2018 komplett neu eröffnete Kinderabteilung mit Neonatologie ermöglicht die Betreuung kranker und frühgeborener Babys vor Ort. Neben der Geburtshilfe wurde auch das weitere medizinische Leistungsspektrum, insbesondere die Schwerpunkte Onkologie und Tumorchirurgie, vergrößert. Dank eigener interdisziplinärer Zentren verfügt das St. Josef Krankenhaus Wien über besondere Expertise in den Bereichen von Brust-, Darm-,
Speiseröhren- und Magenkrebs.

Spitalsfläche mehr als verdoppelt

Im Zuge der Bauarbeiten entstanden insgesamt drei Neubauten, die Nutzfläche des Spitals wurde von rund 10.400 auf knapp 25.700 Quadratmeter mehr als verdoppelt. „Neben einem sehr hellen und geräumigen Bettentrakt mit einer neuen onkologischen Tagesklinik haben wir auch einen Funktionstrakt errichtet, in dem unter anderem ein komplett neuer OP-Bereich und die Räume der Neonatologie untergebracht sind“, beschreibt Mag. Gerhard Fuchs. Als stellvertretender Verwaltungsdirektor und Projektleiter Bau hat er die Bauarbeiten von Anfang an mitbegleitet. Im „Haus Margareta“, dem jüngsten Zubau, der im Oktober in Vollbetrieb geht, sind weitere Räumlichkeiten für das Eltern-Kind-Zentrum untergebracht, darunter Ambulanzräume und drei weitere Kreißzimmer.

Im Zuge des Bauprojekts wurde auch das bestehende Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts als Sanatorium errichtet wurde, deutlich modernisiert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. „Unser Haus ist nun endlich barrierefrei zugänglich, und wir konnten viele Infrastruktur-Engstellen abbauen“, so Fuchs. Besonders großer Wert wurde auf das Thema Energieeffizienz gelegt. Durch die Nutzung von Erdwärme und einer Photovoltaikanlage ist trotz der Zubauten der Bedarf an Gas und Strom nicht bzw. nur geringfügig gestiegen. Der gesamte Um- und Neubau des Spitals erfolgte im laufenden Betrieb.

„Das war natürlich eine große Herausforderung für Mitarbeitende, Patienten und auch Anrainer. Wir sind ihnen allen für ihre Geduld und ihr Verständnis sehr dankbar“, betont Gerhard Fuchs. „Doch der Bau eines Krankenhauses ist niemals Selbstzweck. Wir haben gebaut, um eine gute Infrastruktur für Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende zu schaffen.“

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