Chile in Südamerika hat als zweites Land weltweit die Krankheit Lepra besiegt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der Regierung gratuliert und ein entsprechendes Zertifikat ausgehändigt. Diesen Meilenstein erreichte bisher nur Jordanien, 2024.

Lepra ist eine chronische Infektionskrankheit, die die Haut verändern und die Nerven schädigen kann. Jahrzehntelang wurden Betroffene in vielen Gesellschaften ausgegrenzt, obwohl die Bakterien nur über engen und anhaltenden Kontakt übertragen werden können. Die Krankheit ist heilbar, aber ohne Behandlung können anhaltende Entzündungen und unbemerkte Verletzungen Gliedmaßen verformen. Die WHO verzeichnet etwa 200.000 neue Fälle im Jahr in mehr als 120 Ländern weltweit, vor allem in Südostasien, Afrika und Südamerika.
(APA/dpa/red.)

