Christoph Huber erhält Werner-von-Siemens-Ring

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Autor: Scho

Augezeichnet wurde Christoph Huber gemeinsam mit dem BioNTech-Team bestehend aus Katalin Karikó, Uğur Şahin und Özlem Türeci für die Erschließung der mRNA-Technologie, die damit ein neues Zeitalter der medizinischen Praxis eröffnet hat. Diese Technologie ist allgemein vor allem durch Impfstoffe zum Schutz vor Corona-Viren bekannt. Doch sind damit die Potenziale – z.B. für die Krebstherapie und zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten – bei weitem nicht ausgeschöpft.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Stefan Hell vom Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften für die Entwicklung der Nanomikroskopie, die den Blick auf die molekulare Ebene in lebenden Zellen erlaubt.

Der Ring wurde von der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring im Rahmen einer Festveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften vergeben.

Christoph Huber ist Hämatologe, Immunologe, Onkologe und Mitglied zahlreicher Boards und Gremien. In Innsbruck baute er ein Stammzelltransplantations- und Immuntherapie-Programm auf, in Mainz ein international führendes Zentrum für Immun-Onkologie und Stammzelltransplantation. Gemeinsam mit Uğur Şahin und Özlem Türeci gründete er 2001 das Unternehmen Ganymed, das monoklonale Antikörper gegen Tumorantigene entwickelt, 2008 BioNTech, das unter anderem genetisch modifizierte Abwehrzellen, mRNA-kodierte Antikörper und mRNA-Impfungen erforscht und den ersten zugelassenen Covid-19-Impfstoff hervorgebracht hat sowie 2010 das gemeinnützige translationale-Onkologie-Institut TRON.

Im Sommer 2021 wurde Huber von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mit dem renommierten Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Sonderpreis für seinen Einsatz für Krebsimmuntherapie in Grundlagenforschung und Translation ausgezeichnet, deren Ergebnisse auch die Entwicklung von mRNA-Impfstoffen begünstigt haben.

Seit Oktober 2021 ist Huber Mitglied des sechsköpfigen Scientific Advisory Boards der MedUni Wien.

Ausgezeichnet: Neben Christoph Huber und dem BioNTech-Team wurde auch Stefan Hell vom Max-Planck-Institut ausgezeichnet.

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