Erste Lebenswoche ist für Entwicklung der Sinne entscheidend

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Autor: Scho

Für die Entwicklung von Geruchs- und Tastsinn ist die erste Woche nach der Geburt entscheidend. Wie Forschende der Universität Zürich (UZH) in einer Studie an neugeborenen Mäusen zeigten, reagiert das Hirn in diesem Zeitfenster speziell auf Gerüche und Berührungen. So lösten Geruchsreize im Gehirn von neugeborenen Mäusen Aktivitäten in einem großen Teil der Großhirnrinde aus, darunter auch in Bereichen, die Berührungen verarbeiten, so die UZH.

In Experimenten bestätigte sich, dass Mäuse, die in der ersten Lebenswoche keinen Düften ausgesetzt waren, auch im späteren Leben einen schlechteren Tastsinn hatten. Dieses Zusammenspiel der beiden Sinne haben die Forschenden auch in der Hirnanatomie beobachtet, wie sie in ihrer Studie im Fachmagazin „Science“ berichten.

In der ersten Lebenswoche entdeckten die Forschenden eine Reihe von Nervenverbindungen zwischen den Hirnarealen, die den Geruchs- und den Tastsinn verarbeiten. Diese Verbindungen verschwanden innerhalb weniger Wochen wieder.
Obwohl die Experimente an Mäusen durchgeführt wurden, deuten frühere Ergebnisse laut der Universität darauf hin, dass ähnliche Prozesse auch im menschlichen Gehirn ablaufen. Wichtig sei dieses Wissen insbesondere für Frühgeborene, die auf der Intensivstation untergebracht werden, wo ihnen die normale sensorische Umgebung vorenthalten werde, sagte Studienleiter Theofanis Karayannis. Möglicherweise könne dies langfristige Spuren hinterlassen. Eine Therapie mit geeigneten Geruchsreizen könnte Abhilfe schaffen, so der Forscher.

Die Fachpublikation finden Sie hier.

(APA/sda/red.)

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