Kein erhöhtes Krebsrisiko für Kinder aus künstlicher Befruchtung

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Autor: Scho

Für durch künstliche Befruchtung gezeugte Kinder besteht laut einer französischen Studie kein erhöhtes Krebsrisiko. Wie aus der in „Jama Network Open“ veröffentlichten Untersuchung hervorgeht, erkrankten von 8,5 Millionen Kindern insgesamt 9.256 zwischen der Geburt und dem Alter von sechs bis sieben Jahren an Krebs, davon 292 aus künstlicher Befruchtung. Das Risiko für alle Krebsarten war bei diesen Kindern demnach nicht höher als bei natürlich gezeugten Kindern.

Die zwischen 2010 und 2021 vorgenommene Untersuchung von Forschern des staatlichen französischen Gesundheitsforschungsinstitut Inserm, Vertretern der Wissenschaftsgruppe Epi-Phare und weiteren Experten ist bisher einer der größten zu diesem Thema. Als Grundlage diente dabei das nationale französische System von Gesundheitsdaten. Unter den untersuchten Kindern wurden insgesamt 260.236 (drei Prozent) durch künstliche Befruchtung gezeugt.

Lediglich bei Leukämie stellten die Wissenschafter bei durch künstliche Befruchtung gezeugten Kindern „ein leicht erhöhtes Risiko“ fest. Von 20.000 Kindern bis zehn Jahren würden in der Allgemeinbevölkerung etwa zehn an Leukämie erkranken, sagte die Epidemiologin und stellvertretende Direktorin des Epi-Phare, Rosemary Dray-Spira. „Nach unserer Schätzung werden es bei durch künstliche Befruchtung gezeugten Kindern 13 bis 14 sein“, betonte sie.

Ob das erhöhte Risiko mit den Verfahren der künstlichen Befruchtung, der Unfruchtbarkeit der Eltern oder beiden Faktoren zusammenhängt, können die Wissenschafter noch nicht erklären. Dies sei Gegenstand neuer Untersuchungen.

(APA/ag/red.)

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