Moderna plant in Kenia Bau von hochmoderner mRNA-Produktionsanlage

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Der US-Pharmakonzern Moderna will nach Angaben der kenianischen Regierung in der Hauptstadt Nairobi eine hochmoderne Anlage zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen bauen. Wie der kenianische Präsident William Ruto am mitteilte, handelt es sich bei dem Vorhaben mit einem Volumen von umgerechnet rund 460 Millionen Euro um „die einzige Anlage dieser Art auf dem afrikanischen Kontinent“.

Die Investition des Konzerns sei bedeutend nicht nur für die Medizin- und Pharmaindustrie seines Landes, sondern ganz Afrikas. Moderna erklärte, in dem hochmodernen Werk sollten bis zu 500 Millionen Dosen Impfstoff pro Jahr hergestellt werdend. Angaben zum Produktionsstart machte der Pharmakonzern zunächst nicht. Das Unternehmen wolle den Menschen in Afrika die mRNA-Technologie in dringend benötigten Bereichen zur Verfügung stellen, erklärte Moderna-Geschäftsführer Stephane Bancel. Dazu gehörten „akute Atemwegsinfektionen sowie hartnäckige Infektionskrankheiten wie HIV und lebensbedrohliche Krankheiten wie Zika und Ebola“.

mRNA-Impfstoffe kamen im Zuge der Corona-Pandemie 2020 erstmals auf den Markt. Die enthaltene Boten-Ribonukleinsäure oder Boten-RNA regt den Körper an, einen bestimmten Bestandteil eines Virus zu produzieren und dagegen eine Immunantwort zu entwickeln. Moderna hatte angekündigt, die Entwicklung von Impfstoffen auf Basis der mRNA-Technologie auch gegen andere Krankheiten voranzutreiben.

Wie Moderna weiter mitteilte, haben mittlerweile mehrere Länder den Bau von mRNA-Produktionsanlagen zugesagt, neben Kenia auch die USA, Kanada, Australien und Großbritannien.

(APA/AFP/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Erstmals Impfstoff gegen Dengue-Fieber in Österreich verfügbar

Erstmals Impfstoff gegen Dengue-Fieber in Österreich verfügbar

Das Virus wird von Stechmücken vor allem in den Tropen und Subtropen übertragen. Eine allgemeine Impfempfehlung des Nationalen Impfgremiums (NIG) für Reisen in Endemiegebiete gibt es nicht, die Datenlage bei Reisenden und Touristen ist derzeit noch limitiert.

Widerstand gegen Ärzte-Forderung nach Ambulanzgebühr

Widerstand gegen Ärzte-Forderung nach Ambulanzgebühr

Gesundheitsminister Johannes Rauch lehnte den Vorstoß ab: Er halte davon "gar nichts". Der aktuelle Vizeobmann und Arbeitnehmervertreter in der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Andreas Huss, reagierte am Mittwoch ebenso verärgert wie Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA.

ÖÄK-Mayer zu KV-Verhandlungen: Gehaltserhöhung für Gesundheitspersonal sollte Inflation abdecken

ÖÄK-Mayer zu KV-Verhandlungen: Gehaltserhöhung für Gesundheitspersonal sollte Inflation abdecken

Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer fordert ein Plus von rund elf Prozent – top-ausgebildetes medizinisches Personal muss auch angemessen entlohnt werden.