Nein, Danke. Sperrstunde ist lange noch nicht! Auch wenn ich heute mein letztes QUALITAS-Editorial nach 23 Jahrgängen der Zeitschrift für Qualität und Entwicklung in Gesundheitseinrichtungen Ihnen, meine geschätzten Leserinnen und Leser, vorlege, bin ich mir sicher, dass wir uns in der einen oder anderen Form in diesem spannenden Gesundheitswesen wiedersehen, wiederhören oder wiederlesen.
Der nächste Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress bietet dafür eine Gelegenheit, wenn er am 12. und 13. Juni 2025 auch wieder Fachthemen der QUALITAS – von Führung über Organisationsentwicklung bis Qualität der Gesundheitsleistungen – zur Diskussion stellen wird. Wie es mit der QUALITAS im Springer Verlag in Zukunft konkret weitergehen wird, lesen Sie auf Seite 5 im Brief des Herausgebers.
Sperrstunden im Gesundheitswesen beschäftigen die aktuellen Diskussionen landauf und landab; heute noch mehr der Verknappung am Personalmarkt geschuldet als der allgemein prekären wirtschaftlichen Situation. Wir dürfen gespannt sein, wie sich beides auf die Qualität der Leistungen auswirkt.
Wenn ich mir jedoch die Quantität und Qualität der in den letzten drei Jahrzehnten in
österreichischen Gesundheitseinrichtungen und der öffentlichen Gesundheitsverwaltung aufgebauten Humanressourcen in den Bereichen Qualitätsmanagement und Risikomanagement vor Augen führe und mit den zwei (!) hauptberuflichen Vollzeit-Q-Managern in Österreich im Jahr 1990 vergleiche, von denen ich die Gnade hatte, einer sein zu dürfen, wird es mir auch im kalten Winter warm ums Herz.
Natürlich werden die Reibungen zwischen Ökonomie und Qualität der Versorgung zunehmen, aber das ist im Kern tägliches Brot des Gesundheitswesens und war früher nicht anders als heute. Zudem – wie ein qualitätsvoller Freund es einmal so passend auf den Punkt gebracht hat – schafft Reibung immer Wärme und Wärme sorgt ja bekanntlich für Behaglichkeit …
Ich danke allen, die meine Arbeit in den 23 Jahren so schön, leicht und erfüllend gemacht haben, für ihre tatkräftige Unterstützung, ihre vielen Rückmeldungen, Beiträge und ihr Vertrauen. Mir wünsche ich viele persönliche Begegnungen mit Ihnen in diesem großen Gesundheitswesen, und dass wir – ob gemeinsam oder manchmal einsam – nie müde werden, den Fokus auf die Erfüllung der Bedürfnisse, Ansprüche und Erwartungen der Patientinnen und Patienten als unseren wesentlichen Auftrag zu legen!
Ihr dankbarer
Roland Schaffler
Chefredakteur

