Kurz und Knapp

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Josef Ruhaltinger

Hoch dotierte Preise für österreichische WissenschafterInnen

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat in seiner aktuellen Ausschreibung 397 Starting Grants an junge ForscherInnen in ganz Europa vergeben. Die ausgewählten Vorschläge decken alle Forschungsdisziplinen ab. Timon Adolph von der Medizinischen Universität Innsbruck ist der einzige Mediziner unter den sechs PreisträgerInnen aus Österreich. Der 36-jährige Gastroenterologe forscht an der Univ.-Klinik für Innere Medizin I zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Die anderen fünf österreichischen PreisträgerInnen sind Marie-Louise Herzfeld-Schild von der Uni Wien, Hannes Pichler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Lora Sweeney vom Institute of Science and Technology Austria IST sowie Michaela Wiesinger von der Akademie der Wissenschaften. Die Stipendien sind durchschnittlich mit jeweils 1,5 Millionen Euro dotiert.

ERC awards €619m in its first research grants under Horizon Europe

Salzburg eröffnet Tagesklinik für leichte Covid-Fälle

Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem, die bereits in den Salzburger Landeskliniken in Behandlung sind und eine Corona-Infektion mit leichten Symptomen haben, erhalten ab sofort in einer Covid-Tagesklinik ihre Medikamente. Sie müssen nicht mehr stationär aufgenommen werden. Diese spezielle Therapiemöglichkeit ist für Österreich noch einzigartig. Die neue Einrichtung soll die Normalstation mit zwölf bis 16 Therapien pro Tag entlasten. Die Patientinnen und Patienten erhalten im konkreten Fall Infusionen mit Sotrovimab. Der Aufenthalt beläuft sich auf maximal zwei Stunden.

Studie zum Gesundheitsmarkt in Ostafrika

Der Gesundheitsmarkt in Ostafrika bietet zahlreiche Chancen für europäische Unternehmen. Aufgrund der wachsenden lokalen Produktionskapazitäten im einfachen Marktsegment konzentrieren sich die Importe künftig zunehmend auf Hightech-Produkte. Gleichzeitig steigt der Konkurrenzdruck aus Asien und speziell aus China. Dies zeigt die Marktstudie „The Medical and Laboratory Equipment and Technologies Market in East Africa“, die der Deutsche Industrieverband SPECTARIS (www.spectaris.de) zusammen mit dem Projektpartner East African Health Platform (EAHP) veröffentlicht hat.

Neue SPECTARIS-Studie zum Gesundheitsmarkt in Ostafrika

Next Generation Sequencing – neueste Technologie am LK Horn

Das LK Horn hat sein Angebot an diagnostischen Leistungen erweitert. Mit dem neuen NGS-Gerät können Sequenzierungen in Horn erfolgen, was eine schnellere Diagnostik erlaubt. Schon bisher wurden Proben im LK Horn für die Auswertung vorbereitet und auch befundet. Die Sequenzierung selbst fand jedoch an der Uniklinik Graz statt. Mit der neuen Technologie lassen sich diese Untersuchungen deutlich schneller durchführen und es besteht auch die Möglichkeit, Tumor-DNA aus Blutproben („liquid-biopsy“) zu untersuchen.

LKH Mürzzuschlag wandert zu LKH Hochsteiermark

Zum Jahreswechsel erhielt der Spitalsverbund LKH Hochsteiermark zu den Standorten Leoben und Bruck/Mur einen dritten Standort dazu: Das LKH Mürzzuschlag verstärkt das obersteirische Leitspital, das mit über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Gesundheitsdienstleister der Steiermark ist. Die KAGES setzt auf Synergien, die durch die Konzentration von Kompetenzen und Qualifikationen sowie durch die Optimierung betriebsorganisatorischer Abläufe entstehen werden.

Arztgehälter in deutschen Spitälern

Das Arztgehalt in deutschen Krankenhäusern orientiert sich an den jeweiligen Tarifverträgen sowie der Berufserfahrung bzw. der Position. Die auf medizinische Berufe spezialisierte Personalvermittlung Approbatio (approbatio.de) hat die geltenden Tarifverträge an deutschen Spitälern miteinander verglichen. Bei den westlichen Nachbarn wird zwischen folgenden Arten von Tarifverträgen unterschieden:

  • für Universitätskliniken (z.B. Charité Berlin, Universitätsklinikum Frankfurt)
  • für kommunale Krankenhäuser (z.B. Kliniken der Stadt Köln, Klinikum Dortmund)
  • für private Krankenhäuser (z.B. Kliniken der Betreiber Helios, AMEOS oder Asklepios)

In diesen Tarifverträgen richtet sich der monatliche Verdienst des Arztes nach der jeweiligen Position und der Dauer der Berufsausübung.

  • Assistenzarzt Gehalt: ca. € 4.700 – 6.300
  • Facharzt Gehalt: ca. € 6.200 – 8.100
  • (Leitender) Oberarzt Gehalt: ca. € 7.700 – 10.600
  • Chefarzt Gehalt: ca. > € 11.000 (Außertarifliche Bezahlung)

Arzt Gehalt – Wie viel verdienen Ärzte?

Mit Krankenhausabfällen gegen die Ölpest

Mit Krankenhausabfällen bekämpfen Wissenschaftler der Polytechnischen Universität Tomsk (TPU) künftig Umweltverschmutzungen durch Erdöl und ähnliche Substanzen. Bei den Abfällen handelt es sich um chirurgische Masken und andere Einwegmaterialien wie Laken aus Kunststoff, die in großen Mengen anfallen und normalerweise verbrannt werden, heißt es bei pressetext.at. Die Polymerabfälle sind unbehandelt völlig ungeeignet für eine derartige Aufgabe, weil sie auf Öle und Fette keine anziehende Wirkung haben. Doch dem Team der sibirischen Universität ist es gelungen, die Kunststoffabfälle so zu modifizieren, dass sie Öle und Fette anziehen, Wasser aber energisch abstoßen.

Used Surgical Masks to be Used for Cleaning Up Reservoirs from Petrochemicals

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Weiterlesen

Erfassung von Gesundheitsdaten mittels digitalem Helfer

Eine zeitnahe und automatisierte Erfassung von Patientendaten ist das Ziel in vielen Krankenanstalten und Pflegeheimen. Klassisch werden für die digitale Erfassung Laptops auf Visitenwägen verwendet, welche direkten Zugriff auf das Krankenhausinformationssystem (KIS) haben. Seit knapp einem Jahr erfolgen in den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz (GGZ) Tests und Weiterentwicklungen eines mobilen Erfassungsgeräts für vorwiegend pflegerische Daten.

Weiterlesen

Ressourcen, PDCA und Führung: Praktische Erfahrungen mit der Qualitätsarbeit

Die Bedeutung des Qualitätsmanagements für den Mitteleinsatz in Gesundheitseinrichtungen wird sehr verschieden bewertet. Dies hängt mit den Unterschieden im Zugang zum Thema und mit den unterschiedlichen Auffassungen von Führung in Organisationen zusammen.