Schärding setzt als erstes Regionalklinikum auf Fluoreszenz-Technologie

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Autor: Scho

Bereits im Juni 2025 wurde die neue Methode am Klinikum Schärding erstmals erfolgreich angewendet. Seit Anfang August ist sie nun fixer Bestandteil der Versorgung: Der Einsatz des Fluoreszenzsystems SPY-PHI in Kombination mit dem Fluoreszenzfarbstoff Indocyaningrün (ICG) . Zusammen können sie Wächterlymphknoten innerhalb von rund 15 Minuten sichtbar machen, damit der Tumor gezielt entfernt werden kann.

Bisher erforderte die Markierung des sogenannten Sentinel- oder Wächterlymphknotens den Einsatz einer radioaktiven Substanz. Dafür mussten alle Patientinnen bereits am Vortag der Operation aufgenommen und in die Nuklearmedizin eines anderen Klinikums überwiesen werden. Mit der neuen Methode könne der Sentinel-Lymphknoten „sicher, rasch und ohne den Einsatz radioaktiver Substanzen“ dargestellt werden, so Peter Prötsch, Leiter des
Brustzentrums Schärding und Rohrbach. Die Patientin erhält die Injektion erst unmittelbar vor dem Eingriff, bereits unter Narkose. Das sei ein großer Fortschritt, so Peter Prötsch – der zugleich betont: „Für unsere Patientinnen und für die Organisation der operativen Behandlung.“

Bei Brustkrebsoperationen spielt die Untersuchung des sogenannten Wächterlymphknotens eine zentrale Rolle. Dieser ist der erste Lymphknoten im Abflussgebiet des Tumors und liefert wichtige Informationen über eine mögliche Ausbreitung der Erkrankung und damit verbunden über die notwendigen nachfolgenden Therapien.

Bislang wurde der Farbstoff ICG unter anderem bereits zur Beurteilung der Durchblutung von Darmverbindungen oder Gewebelappen eingesetzt. Dabei unterstützt er ChirurgInnen dabei, operative Ergebnisse noch präziser zu kontrollieren.

(red.)

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