WHO berichtet von mehr als 900 Ebola-Verdachtsfällen im Kongo

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verzeichnen die Gesundheitsbehörden einen weiteren Anstieg der Infektionen. Inzwischen seien mehr als 900 Verdachtsfälle registriert worden, teilte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, mit. Darunter seien 101 bestätigte Erkrankungen. Erst am Freitag hatte die WHO das Risiko einer nationalen Ausbreitung des Virus im Kongo auf die Stufe „sehr hoch“ angehoben.

Für die Region gilt das Risiko als „hoch“, weltweit als „niedrig“. Die Eindämmung der Seuche gestaltet sich schwierig, da es für den aktuellen Virus-Stamm laut WHO weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine etablierte Behandlung gibt.

Außerdem kämpfen die Helfer vor Ort mit Misstrauen und Desinformation in der Bevölkerung. In der Provinz Ituri hatten Demonstranten in der vergangenen Woche Behandlungszelte in Brand gesetzt, nachdem es Streit um die sichere Bestattung eines mutmaßlichen Ebola-Toten gegeben hatte.

Das Virus hat sich bereits über die Landesgrenzen hinaus ausgebreitet. Im Nachbarland Uganda stieg die Zahl der nachgewiesenen Fälle am Wochenende auf fünf. Auch internationale Helfer sind betroffen: Ein im Kongo tätiger US-Bürger, der sich mit dem Virus infiziert hat, wird derzeit in der Berliner Charité behandelt. Er muss der Klinik zufolge jedoch nicht intensivmedizinisch versorgt werden.

(APA/Reuters/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Gutachten – Koalition: Probleme „bekannt“, Kritik von FPÖ und Grünen
Österreich

Gutachten – Koalition: Probleme „bekannt“, Kritik von FPÖ und Grünen

ÖVP-Parlamentsklub: Probleme werden "ernst genommen". SPÖ: Suche nach Lösungen "im Gange". FPÖ: "Strukturelle Voreingenommenheit" der Gutachter. Die Grünen fordern "Neuaufstellung".