Italiener leben länger: Lebenserwartung auf 83,4 Jahre gestiegen

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Autor: Scho

Italien zählt weltweit zu den Ländern mit der längsten Lebenserwartung. Diese steigt weiter und beträgt inzwischen 83,4 Jahre, geht aus Angaben des Statistikamts Istat hervor. Zwischen 1990 und 2024 nahm sie bei Männern um rund acht Jahre und bei Frauen um 6,5 Jahre zu und liegt heute bei 81,5 bzw. 85,6 Jahren. Zu den wichtigsten Faktoren für den Anstieg zählt der drastische Rückgang der Säuglingssterblichkeit.

Diese betrug 2023 2,7 pro 1.000 Geburten – einer der niedrigsten Werte weltweit. Im 19. Jahrhundert lag sie noch bei 230 pro 1.000.

Auch wenn die Menschen in Italien länger leben, bringt die Alterung der Bevölkerung neue gesundheitliche und soziale Herausforderungen mit sich. Dazu zählen die Zunahme altersbedingter Krankheiten wie Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die sogenannte Multimorbidität – das gleichzeitige Auftreten von zwei oder mehr Erkrankungen bei einer Person -, von der bereits rund 13 Millionen Menschen betroffen sind, geht aus der Studie hervor.

Auch die Verbreitung chronisch-degenerativer Erkrankungen hat zugenommen. Der Anteil der Krebstodesfälle stieg von zwei bis drei Prozent Ende des 19. Jahrhunderts auf 26,3 Prozent im Jahr 2023, während Herz-Kreislauf-Erkrankungen von sechs bis acht Prozent auf 30 Prozent zunahmen und seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die häufigste Todesursache darstellen. Auch die Zahl der Menschen mit Diabetes und Bluthochdruck wächst – nicht nur wegen der alternden Bevölkerung, sondern auch durch bessere Diagnostik, frühere Untersuchungen und ungesündere Lebensstile.

(APA/red.)

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