Behandlung rund um die Operation

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Autor: Scho

Wie nachhaltig kann Anästhesie sein? Wohin entwickelt sich das Fach in Oberösterreich? Und wie wird aus einem ethischen Dilemma eine tragfähige Entscheidung? Darum ging es unter anderem bei den diesjährigen Kongresstagen Anästhesie & Intensivmedizin der Vinzenz Gruppe im Techbase Kongresszentrum in Linz. In diesem Jahr haben sich die Kongresstage vor allem den Innovationen und Best-Practices der perioperativen Anästhesie gewidmet – von der optimalen Vorbereitung vor einer Operation über die Betreuung während des Eingriffs bis hin zur bestmöglichen Nachsorge. Rund 30 Expertinnen und Experten aus ganz Österreich und der Schweiz trafen sich dazu am 9. und 10. Oktober.

„Die Anästhesie ist ein unglaublich breites Gebiet, dessen Verantwortung nicht direkt nach der Operation aufhört“,   so Kurt Rützler, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie & Intensivmedizin am Ordensklinikum Linz und Barmherzige Brüder Linz und Organisator der Tagung. Mit genau diesem Umstand im Blick, so sagt er, haben man in diesem Jahr auch den Titel gewählt: „All in Anästhesie“. Man wolle damit aufzeigen, dass das Fach als perioperative Disziplin Verantwortung für den gesamten operativen Prozess übernimmt.

Und entsprechend breit waren die Themen gestreut an diesen zwei Tagen: Von der „Flow-Controlled Ventilation“, einem innovativen Beatmungsverfahren, bei dem Einatmung und Ausatmung kontinuierlich über den Gasfluss gesteuert werden, über Führungsherausforderungen in der Anästhesie bis zum Thema Nachhaltigkeit. Letzteres war Thema einer Pro-Con-Debatte darüber, ob eine totale intravenöse Anästhesie eine umweltfreundlichere Alternative darstellt und wie stark Inhalationsanästhetika die Umwelt belasten.

Ethische Fragen standen am zweiten Tag des Kongresses im Zentrum: Etwa die großen Fragen der Intensivmedizin, wie aus einem Dilemma eine tragfähige Entscheidung entstehen kann oder was man bei der Geburtshilfe besser tun und nicht tun sollte. Neben Vorträgen gab es auch drei verschiedene Workshops – eine Premiere in diesem Format. Diese seien besonders gut angenommen worden, so Kurt Rützle. Ein Highlight sei dabei etwa der „Neugeborenen- und Kinderreanimationskurs“ gewesen. Weitere Workshops widmeten sich dem Simulationstraining und Atemwegsmanagement.

(red.)

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