Abschied nach 20 Jahren Seelsorge im Klinikum

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Autor: Scho

Nachdem sie zwei Jahre im NÖ Landespflegeheim (Agnesheim) in Klosterneuburg gewirkt hatte, erfolgte der Ruf zur zweijährigen Seelsorger-Ausbildung der Krankenhausseelsorge, welche den Grundstein für ihre Tätigkeit im Landesklinikum Hollabrunn legte. Gerne folgte Monika Sulz dieser Aufforderung zur Weiterbildung und in der Folge begann sie am 2. Jänner 2003 ihren Dienst als Seelsorgerin im Landesklinikum in Hollabrunn.

Im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeit absolvierte sie noch die 18-monatige Palliativausbildung sowie die einjährige Psychiatrie-Seelsorgeausbildung und wirkte auch als Vortragende in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Hollabrunn.

„Neben den Patientinnen und Patienten galt mein besonderes Interesse auch immer den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikum und dies quer durch alle Berufssparten. Ich stand stets – und erst recht in den letzten Corona-Jahren – in sehr gutem Kontakt mit allen Berufsgruppen“, zieht Monika Sulz Resümee. „Da das Umfeld wirklich gut gepasst hat, war es immer ein schönes Miteinander, wofür ich sehr dankbar bin. Ich kann ehrlichen Herzens sagen, dass es in 20 Jahren keinen einzigen Tag gegeben hat, an dem ich nicht gerne ins Klinikum gekommen bin. Das sehe ich auch als ein großes Geschenk für mich.“

Segenkreis

Im Klinikum setzte sie im Laufe ihrer seelsorgerischen Aktivität viele innovative Ideen um, unter anderem implementierte sie einen Segenskreis sowie eine monatliche Segnung der Neugeborenen während der Dauer von mehr als fünf Jahren. Mit viel Engagement war sie auch organisatorisch für die Abhaltung der jährlichen, stimmungsvollen Maiandacht am Klinikums-Areal maßgeblich mitverantwortlich. Seit 2004 findet vierteljährlich am Hollabrunner Friedhof eine Beisetzung statt, bei der Eltern um den Verlust eines ungeborenen oder stillgeborenen Kindes trauern können.

„Monika Sulz hat während ihrer Tätigkeit als Klinikums-Seelsorgerin den Patientinnen und Patienten auf deren individuellen Wunsch hin immer Trost gespendet, wenn sie während ihres stationären Aufenthaltes Zuspruch benötigt haben“, so die Klinikleitung unisono. „Es war schön zu sehen, dass für sie die Seelsorge nicht nur Beruf, sondern auch Berufung war, denn sie hatte auch stets ein offenes Ohr für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir bedanken uns herzlichst für die wunderbare, langjährige Zusammenarbeit und für das außerordentliche Engagement sowie für ihr Werken und Wirken in unserem Klinikum und wünschen alles Gute.“

Seelsorgerin Monika Sulz freut sich auf den neuen Lebensabschnitt und bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums für die fast zwei Jahrzehnte wunderbarer Zusammenarbeit: „Vergelt’s Gott!“

Ab August 2022 tritt Gabriele Granser, BA die Nachfolge als Klinikums-Seelsorgerin im Landesklinikum Hollabrunn an.

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