Ärztekammer analysiert Wiener Gesundheitsinfrastruktur

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Autor: Josef Ruhaltinger

Der Wiener Gesundheitsinfrastrukturreport untersucht regelmä­ßig im Auftrag der Wiener Ärztekammer das Gesundheitssystem aus der Perspektive der Patientinnen und Patienten sowie der Ärzteschaft. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer für Wien, gesteht der Stadt zu, „beim Gesundheitssystem grundsätzlich sehr gut aufgestellt zu sein“. Allerdings zeige Covid, dass es „mehr Investitionen und mehr niedergelassene Ärzte brauche“. Ein großes Thema beim Zustand der Gesundheitsinfrastruktur ist die Ineffizienz im Wiener Gesundheitswesen.

Sowohl 2018 als auch 2020 wurden jeweils von einem Drittel der Ärzteschaft sowie der Patientinnen und Patienten mangelnde Abstimmung und dadurch entstehende Ineffizienz im Wiener Gesundheitssystem bemängelt. Bernhard Felderer, ehemaliger Direktor des Instituts für Höhere Studien (IHS), bemängelt in seiner volkswirtschaftlichen Analyse das nach wie vor ungelöste Problem des Wiener Gesundheitswesens: die massiv überfüllten Spitalsambulanzen.
„Aus volkswirtschaftlicher Sicht ist es gerade mit Blick auf die Krisenfestigkeit des Systems geboten, die Effizienzpotenziale des Gesundheitswesens zu heben, um die medizinische Versorgung einer alternden Gesellschaft bewältigen zu können“, meint der ehemalige IHS-­Chef.

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