Ärztekammer Wien: Stadt muss Fehlerkultur lernen

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Autor: Scho

Mit Entsetzen hat die Ärztekammer die jüngsten Medienberichte vernommen, wonach der Pflegedirektor der Klinik Ottakring die in seinem Spital eingebrachten Gefährdungsanzeigen offenbar bloß „schubladisiert“ und nichts gegen die darin dargestellten Probleme unternommen hatte. Für den Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien, Stefan Ferenci, ist dies ein Skandal: „Das ist ein weiterer Schlag ins Gesicht aller Wienerinnen und Wiener, die ein Recht auf eine gute Gesundheitsbetreuung haben!“

Für Ferenci ist dieser Bericht jedoch nur ein Teil des größeren Ganzen: „Die Stadt Wien und insbesondere Gesundheitsstadtrat Peter Hacker versuchen ständig, Verantwortung abzuschieben und für jede Person in Wien klar ersichtliche Missstände zu ignorieren.“

Nun scheine sich dies auf die „unteren“ Managementebenen ebenfalls auszuwirken, die aus Sicht von Ferenci als „Bauernopfer“ öffentlich ihren Kopf hinhalten müssen, damit ihre Vorgesetzten im Rathaus weiterhin „fest im Sattel“ bleiben können.

„Interessant wäre es aber auch zu wissen, was mit den anderen 49 der insgesamt 53 Gefährdungsmeldungen passiert ist, die zuletzt an die Öffentlichkeit gelangt sind“, fragt Ferenci. „Vier davon sind nun eindeutig und nachweislich ignoriert worden – was ist mit den übrigen 49?“

Nach Ansicht von Ferenci brauche es raschest einen Wechsel in der Mentalität und Fehlerkultur der Stadt Wien und insbesondere von Stadtrat Hacker. „Jedes Problem wird ignoriert, jeder Missstand totgeschwiegen – das ist nicht gesund, nicht für Wien und schon gar nicht für die Menschen die hier leben“, so das Attest von Ferenci abschließend.

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