Biogel® OP-Handschuhe - Schutz und Präzision

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In Kooperation mit: Mölnlycke
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Interview mit Dr. Roland P. Frank, Ärztlicher Direktor der AUVA

Wie stehen Sie zum Thema Nadelstichverletzungen?

Fakt ist natürlich, dass jeder, der mit einer Nadelstichverletzung konfrontiert ist, stets für eine gewisse Zeit mit der Angst leben muss, ob er infiziert ist. Das heißt, jedes System, das eine Nadelstichverletzung sehr gut und sehr früh detektiert, ist ein gutes System. Doppelhandschuhe mit Indikatorfunktion helfen Operateur:innen und jedem anderen, der Handschuhe im Rahmen des OP-Geschehens tragen muss, beim raschen Detektieren solcher Leckagen. Arbeitsmedizinisch und psychologisch ist dies ungemein wichtig.

Sie gehörten zu den Ersten, die damals die Biogel® Indikatorhandschuhe im UKH Meidling eingeführt haben. Hat das in Hinblick auf die Erkennbarkeit und damit auf die Sicherheit zu Verbesserungen geführt?

Als ich in meiner Funktion als Hygieniker und Arbeitsmediziner bei der AUVA die Biogel® Indikatorhandschuhe einführte, haben wir bemerkt, dass es bei verschiedenen Eingriffen zu Leckagen im Bereich der Außenhandschuhe kommen kann. Es besteht daher ein höheres Risiko, dass irgendwann ebenfalls der zweite Handschuh reißt, aufgrund von scharfen Knochenenden beispielsweise oder Ähnlichem. Durch die Indikatorhandschuhe haben wir selbst Mikroperforationen erkannt, die uns zuvor nicht aufgefallen wären – denn Haarrisse bemerkt man meist nur durch den Indikator.

Dr. Roland P. Frank

Wie arbeitet die AUVA daran, postoperative Wundinfektionen vorzubeugen und Infektionen durch Blut übertragene Viren zu reduzieren? Wie hat sich das in den letzten Jahren verändert?

Grundsätzlich gibt es da ganz klare Richtlinien eines Hygienemanagements, die forensisch validiert sind. Als Träger kann ich ebenso gewisse Dinge optimieren, indem ich zusätzliche Schutzmaßnahmen setze, wie zum Beispiel die Verwendung von Indikatorhandschuhen. Dadurch wird das Risiko für Patient:innen und OP-Team minimiert. Zusätzlich kann ich Kolleg:innen dazu anhalten, während längerer Operationszeiten die Handschuhe öfter mal zu wechseln.

Gibt es von der AUVA aus Richtlinien, die besagen, nach welcher Zeit man die Handschuhe automatisch wechseln sollte – unabhängig von einem Defekt?

Meine Empfehlung wäre, den Handschuh nach einer Stunde zu wechseln. Das ist auch im Sinne des Tragekomforts empfehlenswert, weil man in den Handschuh „hineinschwitzt“. Für die Händehygiene hat das durchaus einen positiven Aspekt.

Welche Vorteile bringt aus Ihrer Sicht gerade das Biogel® Indikatorsystem mit sich?

Als ich mich damals entschieden habe, Biogel® im Unfallkrankenhaus Meidling einzuführen, war für mich immer die Wandstärke das wichtigste Kriterium. Der Handschuh muss so dünn sein, dass ich das Maximum als Operateur spüre, aber gleichzeitig so dick, dass es nicht gefährlich wird und er alle fünf Minuten reißt. Es war mir also wichtig, dass mich ein Indikatorsystem in der taktilen Funktion nicht einschränkt, es mir aber trotzdem rasch und deutlich anzeigt, wenn der Außenhandschuh eine Leckage vorweist. Das ist bei dem Biogel® Indikatorhandschuh gegeben.

Welche Eigenschaften und Qualitäten von Biogel® unterstützen aus Ihrer Sicht die Anwender generell – neben dem Indikatorsystem?

Biogel® Handschuhe sind Produkte, die sich sehr gut anpassen. OP-Handschuhe müssen sich – unabhängig von der Dicke – der Anatomie einer Hand gut anlegen oder anschmiegen. Das ist bei den Biogel® Handschuhen in einem vorwiegend hohen Maß gegeben, sodass diese eine gute Akzeptanz bei den Anwender:innen finden.

Würden Sie sagen, dass Biogel® OP-Handschuhe das präzise Arbeiten im Operationssaal unterstützen?

Absolut, ja. Ich kann das hundertprozentig unterstreichen. Wir haben damals nach einem Kriterienkatalog die Handschuhe ausgewählt. Zum Beispiel nach Sicherheit – Indikatorsystem ja/nein – oder nach Tragekomfort. Aus der Summe der Kriterien haben wir uns dann für Biogel® entschieden. Es hat sich durchgesetzt, dass wir sie österreichweit einsetzen, weil es gute Handschuhe sind, die alle diese Eigenschaften aufweisen.

Finden Sie persönlich, dass alle Mitglieder eines OP-Teams mit der gleichen Qualitätsausrüstung ausgestattet werden sollen?

Selbstverständlich. Es wäre grundsätzlich ethisch nicht vertretbar zu sagen, der eine bekommt mehr als der andere. Fakt ist, es muss und soll jeder in einem OP-Team so viel an Qualität haben, wie er braucht und wie notwendig ist. Also gleiches Recht für alle und maximale Qualität für alle.

Kontakt:
Mölnlycke Health Care GmbH
Wagenseilgasse 14
1120 Wien

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