Corona - Lifebrain kündigte weitere 122 Mitarbeiter

Lesedauer beträgt 3 Minuten
Autor: Scho

Das Wiener Großlabor Lifebrain, das die PCR-Tests im Rahmen der Ende Juni auslaufenden Initiative „Alles gurgelt“ auswertet, wird weiter zurückgebaut. Weitere 122 Mitarbeiter hätten mit heute die Kündigung erhalten, teilte das Labor am Dienstag mit. Damit pendle sich der Personalstand bei rund 80 Mitarbeitern ein. Mit den verbleibenden Angestellten könne die Abwicklung von „Alles gurgelt“ bis 30. Juni gewährleistet werden.

Zum Vergleich: Lifebrain beschäftigte vor einem Jahr noch 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für die betroffenen Beschäftigten gibt es einen Sozialplan, der bereits im April 2022 mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft ausgehandelt worden sei. Zudem gebe es „Vor-Ort-Recruiting-Angebote“, unter anderem werden an die Wiener Linien, die ÖBB oder REWE vermittelt.

Abschaffung der Testpflicht in Krankenhäusern

Der Schritt folge auf die Abschaffung der Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen mit Ende Februar. Aktuell liege die Zahl der Tests bei rund 15.000 pro Tag, das sei weniger als ein Zehntel als im Vergleichszeitraum 2022. Am Höhepunkt waren es rund 450.000 Tests pro Tag.

Auch der Rückbau der Infrastruktur geht voran. Zwei Pavillons seien bereits an die Klinik Penzing zurückgegeben worden. Weitere zwei von drei verbleibenden Pavillons würden derzeit zurückgebaut. „Das Inventar wurde – unter großer Nachfrage – in mehreren Auktionen versteigert; auch Sachspenden an karitative Organisationen und Forschungseinrichtungen sind geplant“, heißt es in der Aussendung weiter.

Mit Ende des Monats schließt die Stadt Wien aufgrund der derzeitigen geringen Nachfrage die Impfstraße im Austria Center Vienna (ACV), bestätigte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) einen Bericht von ORF.at. Vier weitere kleinere Impfstraßen würden noch in Betrieb bleiben, werden aber bis zum Sommer wohl auch zurückgefahren, hieß es auf Nachfrage der APA.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Ärztekammer-Chef Steinhart nach Rückkehr zuversichtlich

Ärztekammer-Chef Steinhart nach Rückkehr zuversichtlich

Ärztekammerpräsident Johannes Steinhart ist sich, was die rechtlichen Vorwürfe gegen ihn angeht, "keiner Schuld bewusst". Er will nun wieder Grundsätzliches in der Gesundheitspolitik angehen.

Niedergelassene Ärzteschaft: Telefonische Krankmeldung weiter uneingeschränkt möglich

Niedergelassene Ärzteschaft: Telefonische Krankmeldung weiter uneingeschränkt möglich

„Patientinnen und Patienten sollten sich nicht verwirren lassen. Aus unserer Sicht ist die telefonische Krankmeldung weiterhin bei allen Krankheiten möglich“, sagt Edgar Wutscher, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer.

ÖGK-Offensive zur Besetzung offener Vertragsarztstellen

ÖGK-Offensive zur Besetzung offener Vertragsarztstellen

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) startet im heurigen Jahr eine Offensive zur Besetzung offener Vertragsarztstellen. Generaldirektor Bernhard Wurzer kündigte im Interview mit der APA an, dass man Ärzten ein Angebot machen werde, um sie bei der Errichtung von Ordinationen zu unterstützen. Außerdem vergibt die ÖGK Stipendien für angehende Kassenärzte. Für die Finanzausgleichs-Verhandlungen fordert Wurzer vor allem Transparenz über Leistungen und Kosten der Spitalsambulanzen.