Curevac und Biontech streiten nun auch vor Bundespatentgericht

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Der Patentstreit zwischen den Corona-Impfstoff-Herstellern Curevac und Biontech geht in die nächste Runde. Auf Patentverletzungsvorwürfe seines Tübinger Konkurrenten hat Biontech mit einer Klage vor dem Bundespatentgericht reagiert, wie das Gericht in München mitteilte. Dabei geht es um ein europäisches Patent aus dem Jahr 2010 zur mRNA-Technologie, die bei der Herstellung des Impfstoffs Comirnaty von Biontech/Pfizer (Deutschland/USA) verwendet wurde.

Biontech fordert, das Patent für nichtig zu erklären, weil der zugrunde liegende Gedanke nicht neu sei. Laut Gericht weist Curevac dies zurück. Einen Termin für die Verhandlung gibt es noch nicht.

Im vergangenen Sommer hatte das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac gegen den Mainzer Konkurrenten wegen Patentrechtsverletzungen vor dem Landgericht Düsseldorf geklagt. Curevac fordert eine Entschädigung für die Verletzung einer Reihe geistiger Eigentumsrechte aus mehr als zwei Jahrzehnten Pionierarbeit in der mRNA-Technologie. Der Termin für das Verfahren ist noch offen.

Curevac-Gründer Ingmar Hoerr gilt als Entdecker der neuen Impftechnik. Sie basiert wie die Impfstoffe von Biontech und Moderna (USA) auf der sogenannten Messenger-RNA (Boten-RNA).

(APA, red)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Steirischer Spitäler-Chef Stark skizziert Umbau ohne „großen Wurf“

Steirischer Spitäler-Chef Stark skizziert Umbau ohne „großen Wurf“

Die Zahl der Erstkontakte in den Ambulanzen steigen kontinuierlich, gleichzeitig wird der altersdemografische Wandel auch bei der Ärzteschaft erkennbar. Ein Viertel bis ein Drittel aller Absolventen eines Medizinstudiums arbeiten nach ihrem Abschluss nicht patientennah.

UK ließ weltweit erste Therapie mit Genschere zu

UK ließ weltweit erste Therapie mit Genschere zu

Das Medikament mit dem Namen "Casgevy" ist für die Behandlung der Sichelzellkrankheit und der Beta-Thalassämie für Patienten ab zwölf Jahren zugelassen worden.

Niedergelassene Ärzte: Apotheker durch ärztliche Medikamentenabgabe entlasten

Niedergelassene Ärzte: Apotheker durch ärztliche Medikamentenabgabe entlasten

Die zunehmende Arbeitsbelastung in Apotheken kann durch das Dispensierrecht für Ärztinnen und Ärzte abgefedert werden, betont ÖÄK-Vizepräsident Edgar Wutscher.