Erwartungen in deutscher Gesundheitswirtschaft schlecht wie noch nie

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Autor: Scho

Die hohen Preise bei Energie und Rohstoffen lassen die Gesundheitswirtschaft in Deutschland so pessimistisch nach vorn schauen wie noch nie. 43 Prozent der Betriebe schätzen ihre Geschäftsaussichten für das kommende Jahr als schlecht ein, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter 700 Unternehmen hervorgeht. Nur noch zehn Prozent bewerten den Ausblick auf die kommenden zwölf Monate als gut.

„In allen Gesundheitsbranchen werden neue Allzeittiefs erreicht“, so der DIHK. Besonders in der pharmazeutischen Industrie – lange Jahre Zugpferd der Branche – sind die Erwartungen im Vergleich zum Frühsommer stark eingebrochen: Lediglich zwölf Prozent haben positive Aussichten, während 45 Prozent mit negativen Entwicklungen rechnen.

Nur noch jeder vierte Betrieb optimistisch

Nur noch jeder vierte Betrieb aus der Gesundheitsbranche schätzt zudem seine Geschäftslage als gut ein. Im Frühsommer waren es noch fast ein Drittel (32 Prozent). Zugleich stieg die Zahl der Unternehmen, die ihre derzeitige Lage als schlecht bezeichnen, von 17 auf 24 Prozent. „Die versprochenen Entlastungen und nötigen Rettungsmaßnahmen lassen auf sich warten“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des DIHK, Achim Dercks. „Viele Unternehmen wissen im Augenblick nicht, wie sie sich in der Krise über Wasser halten können. Einige fahren deshalb schon ihre Produktion herunter oder reduzieren ihre Angebote.“

Die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine einschließlich der daraus resultierenden Preisanstiege für Energie und Rohstoffe nennen 79 Prozent der Unternehmen als Risiko für ihre Geschäfte. Besonders die energie- und rohstoffintensiven Unternehmen aus den Branchen der Medizintechnik (95 Prozent) und der pharmazeutischen Industrie (93 Prozent) sind von den Preisexplosionen betroffen. Zudem nennen 66 Prozent der befragten Betriebe den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko. Er ist damit deutlich stärker ausgeprägt als in der Gesamtwirtschaft.

Den gesamten DIHK-Report finden sie hier.

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