Fit for Generations – Symposium zur gesunden Wertekultur in Betrieben

Lesedauer beträgt 3 Minuten
Autor: Scho

Der demografische Wandel führt zu einer immer älter werdenden Bevölkerung. Dieses Phänomen trifft auch auf Unternehmen hinsichtlich der Altersstruktur ihrer Beschäftigten zu. Der Rückgang an jüngeren Erwerbspersonen mit gleichzeitigem Anstieg der Erwerbsbeteiligung der Älteren drängt Unternehmen dazu, sich mit diesem „doppelten demografischen Dilemma“ auseinanderzusetzen.

„Werte und Generationen, Sinn der Arbeit und Sinn in der Arbeit sind aktuelle Themen“, betont Erwin Gollner, Leiter des Departments Gesundheit der FH Burgenland. „Der Generationenwechsel in Unternehmen muss im Sinne der Arbeitgeberattraktivität optimal begleitet werden.“

An der Forschung Burgenland beschäftigte sich das Forschungsprojekt „Fit for Generations“ drei Jahre lang damit, wie Unternehmen altersgerechte Arbeitsbedingungen schaffen können. Dabei spielen die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit aller im Unternehmen arbeitenden Generationen und deren individuelle Kompetenzen eine zentrale Rolle. Das Projekt wurde von Bund und Land Burgenland gefördert. Es handelt sich um ein Forschungsprojekt im Rahmen des Additionalitätsprogramms ESF 2014-2020.

Symposium zur neuen Wertekultur

Das Symposium „Fit for Generations“ findet am 6. Juli ab 12.30 Uhr ONLINE statt. Eine Anmeldung ist bis 29. Juni unter E-Mail möglich. Eingeladen sind neben der interessierten Öffentlichkeit vor allem Betriebe, die sich mit dem Thema „Generationenmanagement“ auseinandersetzen möchten und all jene, die sich mit betrieblicher Gesundheitsförderung beschäftigen. Auch Studierende des Departments Gesundheit der FH Burgenland werden am Symposium teilnehmen. Ihnen kommen die Erkenntnisse in der Lehre zu Gute.

Die Keynote mit dem Titel „Sinnorientierte Führung: Einblicke aus Theorie und Praxis der Positiven Psychologie“ kommt von Dr. Nico Rose, einem führenden Experten für Positive Psychologie in Unternehmen. Weitere Vorträge beschäftigen sich mit Betrieblicher Gesundheitsförderung für Generationen oder Schlüsselkompetenzen in der Führung.

Jürgen Beiglböck, Geschäftsführer des Pilotbetriebes rmDATA gibt Einblicke in die gesunde Transformation: „Wir nahmen eher unbefangen am Projekt teil und waren überrascht, über die vielen Informationen und unterschiedlichen Aspekte von Generationen & Gesundheit in Unternehmen. Neben allerhand Einzelmaßnahmen wollten wir auf Basis des Gelernten allerdings auch ein nachhaltiges Modell bei rmDATA für Generationen & Gesundheit etablieren. Für Mitarbeiter*innen sollte sich tatsächlich etwas verbessern und daher machten wir uns gemeinsam auf den Weg rmDATA gesünder zu managen“.

Projektablauf und Pilotbetriebe

Folgend auf eine wissenschaftliche Studie zur Erhebung der vorhandenen Ressourcen und Potenzialen in Unternehmen wurden in der zweiten Projektphase sieben Pilotbetriebe ausgewählt: Burgenland Energie AG, Netz Burgenland GmbH, Oberwarter gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft, Private Pädagogische Hochschule Burgenland, Reduce Gesundheitsresort Kurbad Tatzmannsdorf GmbH, rmDATA GmbH, Vossen GmbH & Co. KG. Die Pilotbetriebe wurden von dem Projektteam der Forschung Burgenland bei der Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zur Gestaltung altersgerechter Arbeitsbedingungen sowie gesundheitsförderlicher Maßnahmen, die eine altersgerechte Arbeitswelt unterstützen, begleitet.

„Besonders profitierten die teilnehmenden Unternehmen nach eigenen Angaben von der Möglichkeit, sich betriebsübergreifend austauschen zu können“, erklärt die Projektleiterin Katharina Hauer von der Forschung Burgenland. „Wir haben in unserer Zusammenarbeit mit den Unternehmen eine breite Palette an Angeboten entwickelt von Webinaren über gemeinschaftsbildende Maßnahmen wie etwa eine Walking-Challenge. Großes Thema war die Führungskräftesensibilisierung und Fortbildung.“ Als Beispiel nennt die Forscherin das Thema Lebensphasenorientierung. So sei es in Unternehmen wichtig, sich etwa im Rahmen von Mitarbeiter*innen-Gesprächen anzusehen, in welcher Lebensphase sich der oder die Beschäftigte befindet und welche individuellen Bedürfnisse daraus erwachsen.

Die Projektergebnisse werden in einem Symposiumsband veröffentlicht, den Sie unter E-Mail digital anfordern können.

Die Zukunft des Gesundheitsbereichs mitgestalten

Jobsicherheit und Wertschätzung sowie der Wunsch mit Menschen zu arbeiten und Menschen helfen zu wollen – das sind die Hauptgründe, warum sich Studierende für eine Karriere im Gesundheitsbereich entscheiden. Im Department Gesundheit der FH Burgenland bieten zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge eine wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Berufsausbildung, die die Türen dorthin öffnet. Der Fokus der Studiengänge liegt auf den Bereichen Gesundheitsförderung, Gesundheits- und Versorgungsmanagement sowie Pflege, Physiotherapie und Hebammen. In allen Studiengängen wird die Vermittlung von fachlichmethodischen, sozialen und berufsfeldbezogenen Kompetenzen groß geschrieben. Es fallen keine Studiengebühren an. In einigen Studiengängen ist noch eine Anmeldung möglich. Mehr zum Studium an der FH Burgenland.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Meduni-Wien-Rektor für mehr Steuerung von Facharztausbildung

Meduni-Wien-Rektor für mehr Steuerung von Facharztausbildung

Markus Müller, plädiert in der Debatte über Versorgungsprobleme im öffentlichen Gesundheitssystem dafür, die Fächerwahl von Ärztinnen und Ärzten über Anreize stärker zu steuern. Rufen seitens der Politik nach Arbeitsverpflichtungen oder einem Aussperren von Numerus-Clausus-"Flüchtlingen" erteilt er eine Absage.

Zahl der Pflegeschulen wird fast verdoppelt

Zahl der Pflegeschulen wird fast verdoppelt

Derzeit gibt es 16 Standorte, allerdings derzeit nur als Schulversuche. Diese werden ab dem kommenden Schuljahr in den Regelschulbetrieb übergeführt. Zusätzlich kommen im neuen Schuljahr zehn Standorte hinzu und im Schuljahr 2024/25 weitere sodass dann insgesamt 30 Schulstandort zur Verfügung stehen, kündigte Bildungsminister Martin Polaschek an.

Berufsluft in Kliniken und Pflegezentren schnuppern: 350 Ferialpraktikanten in der NÖ LGA

Berufsluft in Kliniken und Pflegezentren schnuppern: 350 Ferialpraktikanten in der NÖ LGA

Ein Ferialpraktikum bietet jungen Menschen die Möglichkeit erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln, sich beruflich zu orientieren und Einblicke in unterschiedlichste Bereiche zu erhalten. Auch heuer konnten von Juni bis August über 350 Jugendliche im Rahmen eines Ferialpraktikums diese Erfahrungen in den NÖ Kliniken und Pflegezentren in Niederösterreich machen.