FMC-Chefin wirbt für Loslösung von Fresenius

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Autor: Scho

FMC-Chefin Helen Giza wirbt bei den Anteilseignern für die Loslösung vom Mutterkonzern Fresenius. Die Aktionäre sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Umwandlung des deutschen Dialysespezialisten von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) entscheiden.

„Wenn Sie mit Ja stimmen, stellen Sie sicher, dass wir eine andere – einfachere, bessere und agilere – Unternehmensstruktur haben“, sagte Giza auf dem Aktionärstreffen in Frankfurt.

Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius, zu dem auch die österreichische Vamed gehört, hält zwar nur 32 Prozent an der Tochter Fresenius Medical Care (FMC), muss sie aber wegen der Machtverhältnisse in der KGaA-Struktur voll konsolidieren. FMC hatte sich für Fresenius zuletzt immer mehr zum Bremsklotz entwickelt. Vor allem der Mangel an Pflegekräften in den USA bremste die Erholung nach der Coronapandemie. FMC – und damit auch die Konzernmutter Fresenius – musste mehrfach die Geschäftsziele senken. Nach der Umwandlung wird FMC nur noch anteilig im Jahresergebnis von Fresenius berücksichtigt. Die erforderliche Mehrheit für den Formwechsel liegt bei mindestens 75 Prozent des vertretenen Grundkapitals. Die Umwandlung soll bis spätestens Jahresende abgeschlossen werden.

„Die Umwandlung wird unsere Governance-Struktur vereinfachen, unsere Entscheidungsprozesse verbessern, die Rechte der Aktionäre stärken und die unabhängige Festlegung unserer Finanzierungsstrategie verbessern“, sagte Giza. „Wir haben uns ausführlich mit möglichen Alternativen zur Umwandlung beschäftigt und ihre Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen. Es gibt keine Alternativen, die den Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre in vergleichbarer Weise dienen.“ FMC muss deshalb aber auch hohe Kosten verdauen. Insgesamt erwartet Giza bis zu 100 Millionen Euro an einmaligen Kosten, die mit der Umstellung verbunden sind.

(APA/ag/red.)

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