FMC-Chefin wirbt für Loslösung von Fresenius

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

FMC-Chefin Helen Giza wirbt bei den Anteilseignern für die Loslösung vom Mutterkonzern Fresenius. Die Aktionäre sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über die Umwandlung des deutschen Dialysespezialisten von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) entscheiden.

„Wenn Sie mit Ja stimmen, stellen Sie sicher, dass wir eine andere – einfachere, bessere und agilere – Unternehmensstruktur haben“, sagte Giza auf dem Aktionärstreffen in Frankfurt.

Der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius, zu dem auch die österreichische Vamed gehört, hält zwar nur 32 Prozent an der Tochter Fresenius Medical Care (FMC), muss sie aber wegen der Machtverhältnisse in der KGaA-Struktur voll konsolidieren. FMC hatte sich für Fresenius zuletzt immer mehr zum Bremsklotz entwickelt. Vor allem der Mangel an Pflegekräften in den USA bremste die Erholung nach der Coronapandemie. FMC – und damit auch die Konzernmutter Fresenius – musste mehrfach die Geschäftsziele senken. Nach der Umwandlung wird FMC nur noch anteilig im Jahresergebnis von Fresenius berücksichtigt. Die erforderliche Mehrheit für den Formwechsel liegt bei mindestens 75 Prozent des vertretenen Grundkapitals. Die Umwandlung soll bis spätestens Jahresende abgeschlossen werden.

„Die Umwandlung wird unsere Governance-Struktur vereinfachen, unsere Entscheidungsprozesse verbessern, die Rechte der Aktionäre stärken und die unabhängige Festlegung unserer Finanzierungsstrategie verbessern“, sagte Giza. „Wir haben uns ausführlich mit möglichen Alternativen zur Umwandlung beschäftigt und ihre Vor- und Nachteile sorgfältig abgewogen. Es gibt keine Alternativen, die den Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre in vergleichbarer Weise dienen.“ FMC muss deshalb aber auch hohe Kosten verdauen. Insgesamt erwartet Giza bis zu 100 Millionen Euro an einmaligen Kosten, die mit der Umstellung verbunden sind.

(APA/ag/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

CompuGroup Medical tritt ins internationale Datengeschäft ein

CompuGroup Medical tritt ins internationale Datengeschäft ein

Das E-Health-Unternehmen, erwirbt 20 Prozent der Anteile der italienischen New Line RdM Società Benefit S.p.A. (New Line). Die Investition soll CGM den Weg auf internationale Märkte ebnen.

Der Österreichische Preis für Integrierte Versorgung 2024 – Jetzt noch bis zum 31. März einreichen
Gestalten Sie das Gesundheitssystem mit

Der Österreichische Preis für Integrierte Versorgung 2024 – Jetzt noch bis zum 31. März einreichen

Der INTEGRI, Österreichischer Preis für Integrierte Versorgung, wird 2024 zum nunmehr siebten Mal vergeben. Reichen Sie bis 31. März 2024 innovative IV-Initiativen Ihrer Institution ein und gestalten Sie das österreichische Gesundheitssystem aktiv mit.