Kampf gegen Drogen in der EU wird mit neuer Agentur gestärkt

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Der Kampf gegen die Auswirkungen von Drogen in der EU wird gestärkt. Die EU-Staaten gaben grünes Licht dafür, die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht mit Sitz in Lissabon in eine EU-Drogenagentur umzuwandeln. So soll die Agentur künftig stärker über EU-Grenzen hinweg aktiv sein und etwa die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen suchen und Drittländer in ihre Arbeit einbeziehen, teilten die EU-Staaten am Dienstag mit.

Zu den Hauptaufgaben der Agentur zähle unter anderem, Daten zu sammeln und zu analysieren. Durch diese könnten etwa Gefahrenabschätzungen zu neuen Entwicklungen, die sich negativ auf die öffentliche Gesundheit und Sicherheit auswirken könnten, ausgearbeitet werden. Insbesondere sollen künftig stärker die Probleme im Zusammenhang mit Drogenmärkten und dem Drogenangebot in den Blick genommen werden.

Rasanter Anstieg an Drogentoten

Illegale Drogen und Drogenhandel fügten der Gesellschaft immensen Schaden zu, sagte der schwedische Justizminister Gunnar Strömmer. Dank der EU-Drogenagentur werde die Europäische Union in Zukunft besser gerüstet sein, um Herausforderungen in diesem Bereich zu bewältigen.

Die entsprechenden Gesetzestexte zur Schaffung der Agentur sollen in Kürze im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden. Die Entscheidung geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission von Anfang vergangenen Jahres zurück. Nach Zahlen aus dem jüngsten Europäischen Drogenbericht starben 2020 in der EU 5.796 Menschen durch eine Überdosis oder an den Folgen ihres Drogenkonsums. Das waren etwa 13 Prozent mehr als 2019.

Die entsprechende Meldung der Europäischen Kommission finden Sie hier.

(APA/dpa/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Neue Pflegeprofis im Einsatz

Neue Pflegeprofis im Einsatz

Anfang Oktober begannen neun Pflegende ihren Job im LK Waidhofen/Ybbs und leisten damit einen wichtigen Beitrag in der Gesundheitsversorgung. Der Pflegenachwuchs wurde im Rahmen eines Mitarbeitereinführungstages herzlich im Klinikum begrüßt.

Wudy neuer Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in NÖ Ärztekammer

Wudy neuer Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte in NÖ Ärztekammer

Der Allgemeinmediziner in Bad Vöslau folgt Martina Hasenhündl nach, die vor einer Woche ihren Rücktritt erklärt hatte. Zum neuen ersten Stellvertreter wurde laut einer Aussendung in der Kurienversammlung Andreas Stippler, Orthopäde mit einer Gruppenpraxis in Krems, gewählt.