Leibnitz Lungenklinik startet am UKSH, Cambups Kiel

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Autor: Scho

Die international anerkannte klinische Forschung des Forschungszentrums Borstel (FZB) geht eine enge klinische Kooperation in der Pneumologie und Infektiologie mit der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ein. Darin wird die ehemalige Medizinische Klinik in Borstel durch die neue „Leibniz Lungenklinik“ am UKSH abgelöst. Die neue interdisziplinäre Einheit zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen wurde zum 1. Januar 2022 eröffnet.

„Die neue Leibniz Lungenklinik steht gleichermaßen für die Krankenversorgung mit modernster Diagnostik und Therapie wie für die Erforschung von Lungenerkrankungen“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH. „Hier vereinigt sich das international anerkannte Wissen und Können der ehemaligen Medizinischen Klinik Borstel und der Pneumologie der Klinik für Innere Medizin I des UKSH.“

Prof. Dr. Jan Heyckendorf, kommissarischer Leiter der Pneumologie, ergänzt: „Ziel ist es, das gesamte Spektrum der Lungenheilkunde mit dem höchst möglichen Maß an Qualität der stationären Patientenversorgung abzudecken und diese in Zu­kunft entsprechend auch über Spezialsprechstunden ambulant anzubieten. Hierbei soll auch die Forschung im Bereich chro­nisch-entzündlicher Lungenerkrankungen weiter ausgebaut werden. Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit im Exzellenzcluster Präzisionsmedizin für Chronische Entzün­dungserkrankungen der CAU und dem For­schungszentrum Borstel.“

Spezialisierung auf komplizierte Lungenerkrankungen

Das Behandlungsspektrum des neuen pneumologischen Schwer­punktes der Klinik für Innere Medizin I am UKSH umfasst Krankheitsbilder wie Lungenentzündung, Lungenkrebs, Lungen­hochdruck, Lungenfibrose sowie Infektionen der Lunge und seltene Lungenerkrankungen. Die Medizinische Klinik Borstel galt als größtes Behandlungszentrum für Patientinnen und Patienten mit komplizierter oder multiresistenter Tuber­kulose in Deut­schland und als eines der erfahrensten dieser Zentren in Westeuropa. Daher wird zusätzlich zur neuen pneumologischen Schwerpunktstation C.420 bis Anfang März 2022 auch eine Spezialstation für Tuberkulosepatienten errichtet.

Maike Schmidt-Bishop, pflegerische Teamleitung der Pneumo­logie, sagt: „Die neue Station C.420 ist ein echter Neustart und ein Herzensprojekt. Wir freuen uns sehr, dieses hoch­komplexe Gebiet mit zahlreichen weiteren Disziplinen von Beginn an entscheidend mitgestalten zu können – und dies insbesondere vor dem aktu­ellen pandemischen Hintergrund von Lungenerkrankungen.“

„Neben dem starken Fokus auf ärztlicher Expertise und wissen­schaftlichem Fortschritt werden wir auf unseren neuen pneumologischen Stationen besonderes Augenmerk auf einen erstklassigen Teamgeist legen“, sagt Prof. Heyckendorf. „Die Kolleginnen und Kollegen der Pflege, der Physiotherapie, Atemtherapie und weitere Fachleute werden Hand in Hand und auf Augenhöhe mit dem ärztlichen Dienst ihre Expertise für den Behandlungserfolg der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten einsetzen.“

Hoffnung auf Vergrößerung des Expertenteams

Das Team rechnet damit, dass sich viele Patientinnen und Patienten für die hochqualifizierte Expertise der neuen Leibniz Lungenklinik entscheiden. „Daher hoffen wir, dass wir in den kommenden Wochen unser Team insbesondere in der Pflege ebenfalls erheblich vergrößern können“, sagt Prof. Heyckendorf. Bewerbungen von qualifizierten Kolleginnen und Kollegen sind herzlich willkommen und können per E-Mail an die Pflege­direktorin adressiert werden.

Um die bestmöglichen individuellen Therapien für Lungen­erkrankungen anzubieten, arbeitet das pneumologische Team übergreifend mit Disziplinen wie der internistischen Inten­sivmedizin, Weaning-Station (Beatmungsentwöhnung), Atem­therapie, Endoskopie, Physiotherapie, bildgebender Diagnostik sowie weiteren Kliniken des UKSH zusammen. Die Kontinuität in der lungenärztlichen Patientenversorgung ist auch für die kli­nische Forschung in Borstel essentiell und bildet die Grundlage der künftigen engen Zusammenarbeit von UKSH und FZB.

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