Medizin-Aufnahmetest - Mehr Fragen zu Sozialem

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Autor: Scho

15.400 Personen und damit etwas weniger als im Vorjahr haben sich heuer für den Aufnahmetest für das Medizinstudium am Freitag (7. Juli) angemeldet. Zu vergeben sind an den Medizin-Unis Wien, Innsbruck und Graz bzw. an der Uni Linz wieder 1.850 Studienplätze. Neu sind diesmal zusätzliche Fragen im Testteil zu den emotional-sozialen Kompetenzen – die (inklusive Mittagspause) rund achtstündige schriftliche Prüfung wurde damit also leicht verlängert.

Nach dem Rekordjahr 2021 mit fast 18.000 Anmeldungen war die Bewerberzahl (parallel zu den auch sonst gesunkenen Studentenzahlen) bereits im Vorjahr auf rund 16.000 zurückgegangen. Erfahrungsgemäß treten jeweils rund 80 Prozent der Angemeldeten auch tatsächlich zum Test an.

Rückgänge gab es an allen Standorten außer der Uni Linz. An der Medizin-Uni Wien (7.537 Anmeldungen für 760 Plätze) kommen allerdings immer noch zehn Bewerbungen auf einen Studienplatz, an der Medizin-Uni Innsbruck (3.200 Anmeldungen für 410 Plätze) sind es acht, in Graz (2.589 Anmeldungen für 370 Plätze) und nunmehr auch in Linz (2.074 für 310 Plätze) sieben.

Erweiterung um den Bereich „Emotionen Regulieren“

Beim Aufnahmetest werden vor allem Wissen aus medizinrelevanten Fächern (v.a. Biologie, Chemie, Physik, Mathematik) und kognitive Fähigkeiten (u.a. Merkfähigkeit, Implikationen erkennen) abgefragt. Zehn Prozent des Testergebnisses hängen vom Testteil Textverständnis ab, weitere zehn Prozent vom Teil Emotionen erkennen und Soziales Entscheiden.

Nach einer Debatte über die Rolle sozialer Kompetenzen beim Aufnahmeverfahren wurde dieser Testteil diesmal um zusätzliche Fragen aus dem Bereich „Emotionen Regulieren“ erweitert und die Zahl der Fragen in diesem Block erhöht. Die Gewichtung dieser sozial-emotionalen Kompetenzen für das Gesamtergebnis blieb dabei allerdings unverändert.

Für den Antritt beim Test ist die Matura noch nicht Voraussetzung – das Maturazeugnis muss erst im Rahmen der Zulassung vorgelegt werden. In der Humanmedizin gehen mindestens 95 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten aus der EU und mindestens 75 Prozent an Studienwerber mit österreichischem Maturazeugnis. In der Zahnmedizin werden die Plätze unabhängig von der Nationalität an die Bewerber mit dem besten Testergebnis vergeben. Im kommenden Jahr soll dann die Zahl der Medizin-Studienplätze um 50 auf 1.900 ansteigen. Bis 2028 ist ein Anwachsen auf 2.000 vorgesehen.

(APA/red.)

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