Novartis kauft chinesisches Biotech für Nierenbehandlungen

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Der Pharmakonzern Novartis übernimmt in China das Jungunternehmen Sanreno. Die 2021 gegründete Biotechfirma mit Sitz in Schanghai ist auf die Behandlung von Nierenerkrankungen spezialisiert und verfügt über zwei Wirkstoffe in der späten klinischen Entwicklungsphase.

Die Transaktion sei eine der wenigen Übernahmen eines chinesischen Biotechunternehmens durch ein multinationales Pharmaunternehmen, teilte Sanreno am Freitag mit. Sanreno wurde als Gemeinschaftsunternehmen eines Investorenkonsortiums und des US-Unternehmens Chinook Therapeutics gegründet.

Novartis hatte Chinook im Sommer 2023 für 3,2 Milliarden Dollar übernommen. Zu den finanziellen Bedingungen der Sanreno-Kaufs wurden keine Angaben gemacht.

Sanreno hält laut den Angaben die exklusiven Rechte für den Großraum China und Singapur für die Wirkstoffe Atrasentan and Zigakibart. Atrasentan habe in einer Studie der Phase 3 eine signifikante Reduktion von Proteinurie (übermäßige Ausscheidung von Proteinen) gezeigt und damit das primäre Studienziel erreicht. Der Antikörper Zigakibart zur Bekämpfung des Zytokins APRIL hat in China im Oktober 2023 die Zulassung für den Start von Phase 3-Studien erhalten.

(APA/awp/sda/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

AOP Health nimmt Verpackungsanlage in Wien in Betrieb

AOP Health nimmt Verpackungsanlage in Wien in Betrieb

Mitte August hat das Pharmaunternehmen AOP Health eine neue Verpackungsanlage am Standort Wien in Betrieb genommen. Insgesamt sieben Arzneimittel verpackt der europäische Pionier im Bereich integrierter Therapien für seltene Erkrankungen und Intensivmedizin ab sofort in Wien und trägt damit nicht nur zu mehr Versorgungssicherheit bei seltenen Erkrankungen bei, sondern schafft auch neue Arbeitsplätze.