"Pille danach" ab sofort kostenlos erhältlich

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Die „Pille danach“ ist in England ab sofort kostenlos in Apotheken erhältlich. In fast 10.000 Apotheken im Land können die Menschen das Notfallmedikament nun ohne vorherigen Besuch bei einem Arzt oder in einer Klinik und ohne Bezahlung bekommen, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet. Der britische Gesundheitsdienst NHS sprach von einem „Game-Changer“ in der reproduktiven Gesundheitsversorgung für Frauen.

Die „Pille danach“ ist eine Hormontablette zur Verhütung im Notfall, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern kann. Bisher war sie in England jedoch nur über den Hausarzt und Kliniken für sexuelle Gesundheit kostenfrei erhältlich. Einige Bezirke kamen jedoch für die Kosten auf.

Die Maßnahme wurde bereits im März von der britischen Labour-Regierung angekündigt. Sie erhofft sich damaligen Berichten zufolge dadurch auch eine Entlastung der Hausärzte, die sich dann anderen Patienten widmen können.

Die nationale klinische Direktorin für Frauengesundheit beim NHS England, Sue Mann, sprach laut PA von „einer der größten Veränderungen im Bereich der sexuellen Gesundheitsdienste seit den 1960er-Jahren“.

(APA/dpa/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Hydroxychloroquin-Studie nach Jahren zurückgezogen
Fünf Jahre Pandemie

Hydroxychloroquin-Studie nach Jahren zurückgezogen

Zu Beginn der Pandemie hatten Studien und einige Berichte darauf hingewiesen, dass Hydroxyquloroquin bei der Behandlung von Covid-19 helfen könnte. Auf den Hype war dann auch der damalige US-Präsident Donald Trump aufgesprungen.

Uni Rostock erforscht Gesundheitsgefahren durch Verkehrsemissionen

Uni Rostock erforscht Gesundheitsgefahren durch Verkehrsemissionen

Die mehrmonatige Versuchsreihe an Flugzeugturbinen und Schiffsmotoren soll vor allem helfen, die Gesundheitsgefahren abzuschätzen.

Hoher Krankenstand kostete deutsche Wirtschaft bis zu 42 Mrd. Euro

Hoher Krankenstand kostete deutsche Wirtschaft bis zu 42 Mrd. Euro

Der Anstieg bei den Krankentagen im vergangenen Jahr ist der stärkste binnen eines Jahres seit der deutschen Wiedervereinigung. Bei einem unveränderten Krankenstand wäre die Wirtschaft demnach 2022 um 2,5 bis 2,9 Prozent gestiegen statt um 1,8 Prozent.