Primärversorgung als Rückgrat des Gesndheitssystems

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Autor: Scho

Eine funktionstüchtige moderne wohnortnahe Versorgung ist das Rückgrat jedes Gesundheitssystems. Über 90 Prozent aller Kontakte finden dort statt und ein Großteil der Versorgungsprozesse wird dort koordiniert. Mit der seit 2013 laufenden Gesundheitsreform ist auch eine Neuorganisation der Primärversorgung verbunden. Wo sich viel verändert, gibt es auch viel zu besprechen und zu diskutieren.

Der jährlich in Graz stattfindende Österreichische Primärversorgungskongress bietet dafür die perfekte Plattform. Sowohl für Akteure aus Politik, Wissenschaft und Praxis, die entweder auf der Behandlungs-, Versorgungs- oder Systemebene in der österreichischen Primärversorgung tätig sind, als auch für Studierende, Lernende, oder einfach nur an der Primärversorgung interessierte Personen.

Andrea Siebenhofer-Kroitzsch, die Leiterin des Instituts, freut sich über den neuerlich voll ausgebuchten Kongress und „dass zahlreiche renommierte Gäste aus dem Ausland zugesagt haben, Einblicke in die internationale Primärversorgungsszene zu geben. Über die letzten Jahre kam es auch in Österreich zu einer deutlichen Stärkung der Primärversorgung und mit der neu beschlossenen Einführung einer Ausbildung zum Facharzt, zur Facharztärztin für Allgemeinmedizin ist ein weiterer Aufschwung zu erwarten.“

Lernen von anderen

Basierend auf den sechs vergangenen Kongressen (der fünfte Kongress stand ausschließlich unter dem Thema „Pandemie“) blickt dieser Kongress diesmal über die Grenzen Österreichs hinaus, um „Best-Practice Beispiele“ aus dem Ausland vorzustellen, von diesen zu lernen und ihre potentielle Anwendbarkeit in Österreich zu prüfen.

Die internationalen Keynotes gestalten am Freitag Hans-Dieter Nolting vom IGES Institut sowie Gabriele Meyer von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und am Samstag Justin Rautenberg von OptiMedis und Stefan Markun von der Uni Zürich.

Kongresspräsident Stefan Korsatko ist sehr erfreut, dass es im heurigen Jahr wieder möglich sein wird, diesen Kongress in Präsenz an der Medizinischen Universität Graz abzuhalten und betont: „In Primärversorgungseinheiten arbeiten viele Gesundheitsberufe im Team. Das ist der beste und modernste Weg alle gesundheitlichen Herausforderungen der Menschen zu meistern.

HausärztInnen schätzen die Zusammenarbeit in Teams aufgrund der Work-Life Balance, dem geteilten Risiko und der Möglichkeit, gesundheitliche Probleme mit einem breiten Angebot direkt mit dem Team zu lösen. Um möglichst alle Interessierten erreichen zu können, wird diese Veranstaltung zusätzlich in Hybridform, also auch virtuell, abgehalten.“

Neben der Vermittlung von Inhalten ist ein vorrangiges Ziel des Kongresses auch die Vernetzung aller am Kongress teilnehmenden Personen. Denn Versorgung ist Teamwork und nachhaltige Veränderungen können nur gemeinsam gelingen.

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