Spitalsärzte-Kongress 2021 im Zeichen der Digitalisierung im Krankenhaus

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Autor: Redaktion

Internationale und nationale Experten diskutieren die Zukunft des Gesundheitswesens – Gingold: „Technologien können die Medizin erleichtern, dürfen aber das Personal nicht ersetzen“

Übermorgen, Freitag, den 8. Oktober 2021 versammeln sich renommierte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und dem Gesundheitswesen im Rahmen des „Wiener Spitalsärzt*innenkongress 2021“ im Wiener Museumsquartier, um auf Einladung der Wiener Ärztekammer über die Zukunft der Spitäler und die damit einhergehende Digitalisierung im Gesundheitswesen in Wien und Österreich zu diskutieren.

„Die Digitalisierung im gesamten Gesundheitswesen ist eine große Herausforderung für die zukünftige Entwicklung der Gesundheit in Österreich“, stellt Gerald Gingold, Obmann der Kurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, fest. Deswegen möchte man am Kongress auch Lösungsansätze aus anderen Ländern kennenlernen.

„Vor allem in Wien brauchen wir raschest Lösungen für die teilweise veraltete IT-Infrastruktur in unseren Spitälern“, lautet die Forderung von Gingold in Richtung Stadt Wien: „Die Pandemie hat unsere Spitäler und das Personal dort mehr als üblich gefordert, denn mehrere rezente Umfragen haben bestätigt, dass die Probleme, die bereits vor Corona da waren, sich in der Krise noch einmal verschlimmert haben.“

Der Kongress wird sich deshalb unter anderem dem Thema „Smart hospital“ sowie weiteren alternativen Szenarien zum heutigen Krankenhaus widmen. Dazu werden Expertinnen und Experten aus der EU und Großbritannien referieren. „Ich lade alle betroffenen Institutionen und Gesundheitsplayer in Wien ein, hier mit uns am Kongress etwas über den Tellerrand zu blicken und uns für neue Ideen möglicherweise begeistern zu lassen“, so Gingold.

Gingold wünscht sich einen positiven Zugang zu dem Thema und keine Furcht vor dem „Unbekannten“: „Wichtig ist jedenfalls, dass wir in Wien in puncto Digitalisierung nicht auf der Bremse stehen und im internationalen Vergleich zurückbleiben.“ Die Digitalisierung werde auch im medizinischen Bereich immer stärker Einzug halten und man sei laut Gingold „gut beraten, diese positiv anzunehmen“.

Schließlich könnten dadurch die derzeit prekären Arbeitsbedingungen verbessert und das Personal entlastet werden. „Digitalisierung schafft nicht nur mehr Effizienz am Arbeitsplatz, sie kann auch Zeit für die Betroffenen gewinnen“, meint Gingold. Man wisse, dass derzeit der „Faktor Zeit die größte Mangelware“ in der Arbeit sei und deswegen gelte es hier, Prozesse „digital zu optimieren“.

„Auch wenn die Digitalisierung uns Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen kann und darf, wird sie die Medizin sowohl für den Behandelnden als auch für die Patientinnen und Patienten einfacher und effizienter gestalten“, resümiert Gingold. Deswegen müssten alle Verantwortlichen sprichwörtlich „am Ball“ bleiben.

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