Brocks Panorama

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Autor: Heinz Brock

International

WHO
500 Maßnahmen zur Reduktion von umweltbedingten Gesundheitsschädigungen

Die WHO und UN-Organisationen haben ein Kompendium von 500 weltweiten Aktivitäten veröffentlicht, die derzeit gegen gesundheitsschädliche Umwelteinflüsse gesetzt werden. In dem Kompendium sind Empfehlungen, Guidelines und Methoden aufgelistet, mit denen Gesundheitsrisiken durch Luftverschmutzung, verunreinigtes Wasser, Chemikalien, Klimawandel etc. begegnet werden können. Zielgruppe des Maßnahmenkatalogs sind Politiker, Regierungsbeamte und andere Entscheidungsträger für Public Health. Die WHO will dieses Kompendium jährlich aktualisieren. Eine vollständige Umsetzung der angeführten Maßnahmen würde nach Berechnungen der WHO nahezu 25 Prozent der umweltbedingten Todesfälle verhindern (siehe: Compendium of WHO and other UN guidance on health and environment).

Deutschland
Deutschen Krankenhäusern fehlen über 3 Milliarden Euro für Investitionen

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen, der Verband der Privaten Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft kritisieren, dass die Bundesländer den Investitionsbedarf der deutschen Krankenhäuser seit Jahren nicht decken. Die Finanzierung von Krankenhäusern erfolgt in Deutschland über zwei Säulen. Dabei tragen die gesetzlichen Krankenkassen und die privaten Krankenversicherungen die laufenden Kosten. Die Bundesländer hingegen sind verpflichtet, die Investitionen zu finanzieren. Dieser Pflicht kämen sie seit 30 Jahren nicht mehr nach, heißt es in einer gemeinsamen Presseaussendung der Versicherungen. Der bestandserhaltende Investitionsbedarf der Krankenhäuser liegt demnach bundesweit bei mehr als sechs Milliarden Euro pro Jahr und damit in der Größenordnung der Vorjahre. Die Bundesländer decken aber seit Jahren höchstens die Hälfte dieses Bedarfes ab, obwohl sie gesetzlich zur Finanzierung der Investitionskosten verpflichtet sind.

Schweiz
Ärzte für kürzere Arbeitszeiten

Letztes Jahr schloss sich eine Gruppe von Assistenz- und Oberärzten zum «42h-Team» zusammen. Ihr Ziel ist die Abschaffung der 50-Stunden-Woche. Der Widerstand gegen die hohe Arbeitsbelastung kommt nicht von ungefähr. 2016 zeigte eine Erhebung der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), dass etwa jeder zehnte Arzt seine klinische Tätigkeit auch wegen der hohen Arbeitslast aufgibt. 24- oder gar 48-Stunden-Schichten gehörten mittlerweile zur Normalität. Die Forderung einer 42-Stunden-Woche hat das Team an den Verband der Schweizer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte weitergeleitet. Dieser hat inzwischen eine Mitgliederbefragung durchgeführt, die den Wunsch der Mediziner nach einer Senkung der Arbeitszeit bestätigt. Der Verband setzt eine Arbeitsgruppe ein, die nach Lösungen sucht. In einem ersten Schritt sollen die Vorgaben des Arbeitsrechts besser durchgesetzt werden und die ärztliche Weiterbildung mehr Gewicht erhalten.

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