Kurz und knapp

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Autor: Josef Ruhaltinger

Kurzmeldungen aus der Welt der Gesundheitswirtschaft und des Gesundheitswesens

Modernisierung des St. Josef Krankenhauses Wien abgeschlossen

Kernstück des Bauprojekts im St. Josef Krankenhaus Wien war der Ausbau der Geburtshilfe zu einem Eltern-Kind-Zentrum mit Kinderabteilung und Neonatologie. Dazu wurden 2019 die beiden geburtshilflichen Abteilungen des Göttlicher Heiland Krankenhauses und des St. Josef Krankenhauses Wien – beides Häuser der Vinzenz Gruppe – zusammengelegt. Mit rund 4.000 Geburten pro Jahr ist das Ordensspital im 13. Wiener Gemeindebezirk mittlerweile die größte Geburtsklinik Österreichs. Im Zuge der Bauarbeiten entstanden insgesamt drei Neubauten, die Nutzfläche des Spitals wurde von rund 10.400 auf knapp 25.700 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Ausschlaggebend für das Bauprojekt war die strategische Neuausrichtung des St. Josef Krankenhauses Wien von einem regionalen Versorger hin zu einer hochspezialisierten Fach­klinik mit speziellen medizinischen Schwerpunkten.

Novartis investiert 75 Millionen Euro in Tirol

Das Schweizer Biotechnologie- und Pharmaunternehmen Novartis investiert 75 Millionen Euro in seinen Tiroler Standort Schaftenau (Bezirk Kufstein). Gebaut wird eine Anlage zur technischen Entwicklung von Biopharmazeutika sowie eine Pilotanlage für Medical Devices wie Autoinjektoren und Pens. Erst im Mai hatte Novartis bekanntgegeben, in Tirol 300 Millionen Euro zu investieren. Am Standort Schaftenau werden Wirkstoffe und auch fertige Arzneimittel hergestellt.

Zweite Ausschreibung für neuen ELGA-Geschäftsführer endet

Am 10. Oktober ging die zweite Ausschreibungsfrist für die technische Geschäftsführung der ELGA GmbH zu Ende. Der bisherige Geschäftsführer Franz Leisch hatte sich nicht mehr beworben. In einer ersten Ausschreibungsrunde, die Mitte Mai ausgelaufen ist, wurde kein Kandidat gefunden. Die Dotation der Funktion wird mit 140.000 Euro brutto angegeben. Erfolgreicher war die ELGA-Generalversammlung bei der Suche nach einer kaufmännischen Geschäftsführerin. Das Gremium bestellte Edith Bulant-Wodak mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2023 an die duale Spitze der österreichischen eHealth-Agentur. Edith Bulant-Wodak ist stellvertretende Geschäftsführerin des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds.

Explodierende Baukosten verzögern Salzburger Spitalsfusion

Der Salzburger Spitalsfusion zwischen Landeskliniken und dem Unfallkrankenhaus droht eine mehrjährige Verzögerung. Explodierende Baukosten erfordern eine Neubewertung des Projekts, heißt es in einer Aussendung der SALK. Das „Haus B“ ist das größte anstehende Bauprojekt der Salzburger Landeskliniken. Nach einer Evaluierung des Projektes ist für das „Haus B“ bei den derzeit geltenden Marktbedingungen von Gesamtkosten von bis zu 417 Millionen Euro auszugehen. Die Bauherren rechnen mit Mehrkosten von 102 Millionen Euro. Land Salzburg, AUVA und die Salzburger Landeskliniken beteuern, an der Umsetzung von „Haus B“ festzuhalten. Das neue Zentrum hätte nach fünfjähriger Bauzeit 2030 in Betrieb gehen können. Jetzt wird eine Inbetriebnahme 2033 angepeilt.

Uniklinikum Salzburg hat ersten Interventionsroboter Österreichs in Betrieb

Der neue Interventionsroboter von Corindus, mit dem die neue biplanare Angiographie-Anlage Siemens ICONO am Salzburger Campus CDK ausgestattet wurde, ist einer der ersten an einem Neurointerventionsstandort in Europa. Dieses System wird an der Uniklinik Salzburg interdisziplinär von mehreren Instituten bei der Behandlung von Gefäßaussackungen, sogenannten Aneurysmen, Stenosen und anderen Gefäßerkrankungen des Gehirns genutzt. Der neue OP-Roboter gestattet eine höhere Präzision bei komplexen Interventionen wie dem Einsetzen von Implantaten in feinste Gefäßstrukturen. Die Fernsteuerungseinrichtung des Gerätes ermöglicht auch die Einbeziehung von externen Expertinnen und Experten.

Facharzt-Ausbildung für Allgemeinmediziner dauert zwei Jahre länger

Die Forderung der Ärztekammer nach einer Facharztausbildung ist 30 Jahre alt. Jetzt wird die Einführung eines Facharztes bzw. einer Fachärztin für Allgemein- und Familienmedizin Realität. Gesundheitsministerium, Bundesländer, Sozialversicherung und Ärztekammer haben sich einstimmig auf einen entsprechenden Modus verständigt. Die Ausbildung wird künftig im Anschluss an das Medizinstudium fünf Jahre dauern, teilte das Ministerium mit. Die zwei zusätzlichen Jahre werden als Lehrpraxis und überwiegend im niedergelassenen Bereich absolviert. Auch in der dreijährigen Grundausbildung gibt es einige Neuerungen. Die Umstellung soll schrittweise bis 2030 umgesetzt werden.

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Im Spagat zwischen steigenden Ausgaben im Gesundheitswesen und beschränkten personellen sowie finanziellen Ressourcen stehen Österreichs Spitäler vor der herausfordernden Aufgabe, eine hochwertige Versorgungsleistung sicherzustellen. Ein vielversprechender Ansatz zur Bewältigung dieser Aufgabe ist die Prozessoptimierung im Bereich der Wertschöpfung.