Strategie-Entwurf für klimaneutrales Gesundheitswesen präsentiert

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Autor: Scho

Der Gesundheitssektor ist für sieben Prozent des CO2-Ausstoßes in Österreich verantwortlich. Damit Österreich bis 2040 auch hier klimaneutral wird, erarbeitet die Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) für das Gesundheitsministerium die entsprechende Klimastrategie. Der Entwurf wurde bei einer Klimaenquete am Dienstag erstmals Organisationen aus den Bereichen Gesundheit und Klimaschutz präsentiert, bis Mitte 2024 soll die Strategie finalisiert sein.

Ansätze sind beim Einsatz von Arzneimitteln und Medizinprodukten, im Abfall- und Ressourcenmanagement sowie bei der Energieversorgung von Gesundheitseinrichtungen vorgesehen, hieß es in einer entsprechenden Aussendung. „Die Klimakrise hat dramatische Auswirkungen auf die Gesundheit vieler Menschen. Umso wichtiger ist es, dass Gesundheitseinrichtungen Vorbild auf dem Weg zur Klimaneutralität sind“, betonten Gesundheitsminister Johannes Rauch und Umweltministerin Leonore Gewessler (beide Grüne) bei der Enquete.

Nachhaltige Beschaffungskriterien als Ansatz

Für jedes Handlungsfeld wurden Ausgangssituation, Klimarelevanz, Empfehlungen sowie vorbildliche Praxisbeispiele dargestellt. Medizinische Produkte und Arzneimittel haben beispielsweise einen Anteil von rund 38 Prozent am CO2-Fußabdruck des österreichischen Gesundheitssystems, berichtete das Sozialministerium. Zu den Handlungsempfehlungen gehören hier unter anderem nachhaltige Beschaffungskriterien. Einen Anteil von circa zwölf Prozent am CO2‐Fußabdruck des Gesundheitswesens hat der Personenverkehr, der vom Gesundheitswesen verursacht wird, hier soll etwa der Ausbau digitaler Gesundheitsangebote zur Emissionseinsparung beitragen.

Mit der „Strategie klimaneutrales Gesundheitswesen“ werde das Gesundheitssystem in Österreich zu einem Vorbild für viele andere Bereiche. Entsprechende Schritte seien bereits mit dem Projekt „Beratung klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen“ gesetzt, mit über 300 Gesundheitseinrichtungen, die bei Erstellung und Umsetzung eines individuellen Klima-Aktionsplans unterstützt werden, erläuterte Rauch. Zudem habe die GÖG zwei neue Förderschienen entwickelt: Für Krankenhäuser und Rehabilitationszentren sowie Senioren- und Pflegeheime gibt es für die nächsten Jahre „ein sehr umfassendes Paket, mit der bei der Umsetzung von Energieeffizienz-Maßnahmen unterstützt wird“. Das Klimaschutzministerium hat dafür vorläufig 350 Millionen Euro an Fördermittel bis 2030 aus den Energieeffizienzmitteln der Umweltförderung im Inland reserviert und für Krankenanstalten und Rehakliniken eine spezielle Förderschiene aufgelegt.

(APA/red.)

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