Merck vereinbart Krebs-Partnerschaft mit chinesischem Pharmakonzern

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Der deutsche Pharma- und Technologiekonzern Merck hat sich die Rechte an einem neuartigen Krebsmedikament von dem chinesischen Arzneimittelhersteller Jiangsu Hengrui gesichert. Dafür erhalten die Chinesen eine Vorauszahlung von 160 Mio. Euro, wie Merck am Montag mitteilte.

Darüber hinaus winken Jiangsu Hengrui weitere erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen sowie Lizenzzahlungen auf mögliche spätere Umsätze mit dem Mittel, die sich auf insgesamt bis zu 1,4 Mrd. Euro belaufen könnten.

Merck erhält dafür die weltweite Exklusivlizenz, mit Ausnahme von China, für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung des Wirkstoffs HRS-1167 von Jiangsu Hengrui. Er gehört zur nächsten Generation der Klasse der PARP-Inhibitoren, die DNA-Reparaturprozesse – die sich bestimmte Krebszellen als Überlebensstrategie zunutze machen – gezielt hemmen sollen.

Diesen Ansatz verfolgen auch Konkurrenten wie AstraZeneca und GSK. Merck hat zudem die Option auf die Rechte außerhalb Chinas an einem weiteren Krebsmittel des Unternehmens sowie auf die gemeinsame Vermarktung der beiden Wirkstoffe in der Volksrepublik.

(APA/Reuters/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Digitalisierungs-Studie: 85 Prozent sehen Probleme bei der Umsetzung vorhandener Strategien

Digitalisierungs-Studie: 85 Prozent sehen Probleme bei der Umsetzung vorhandener Strategien

Eine neue Studie von KPMG in Kooperation mit SOLVE Consulting nimmt die Digitalisierung im Gesundheitsbereich unter die Lupe: „Gesundheit im Wandel der digitalen Vernetzung“ geht den Fragen nach, welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden und wie weit sie geeignet sind, den Menschen wieder in den Fokus zu rücken.

Südafrika: Vaginalringe sollen neue Ära der HIV-Prävention einleiten

Südafrika: Vaginalringe sollen neue Ära der HIV-Prävention einleiten

Bei Frauen, die den Ring eingesetzt hatten, ging die HIV-Infektionen um bis zu 35 Prozent zurück. Zwei Verlängerungsstudien deuteten auf eine deutlich höhere Wirksamkeit hin.

Fresenius arbeitet sich langsam aus der Krise

Fresenius arbeitet sich langsam aus der Krise

Der krisengeschüttelte Gesundheitskonzern hat sich im zweiten Quartal weiter erholt. Vor allem aber bei der zu Fresenius gehörenden Vamed stehen weitere tiefgreifende Umstrukturierungen an.