Vizepräsident Mayer überstand Misstrauensantrag

Lesedauer beträgt 1 Minuten
Autor: Scho

Der Obmann der Bundeskurie der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, hat einen gegen ihn gerichteten Misstrauensantrag überstanden. Der von einer Funktionärin der niederösterreichischen Kammer gestellte Antrag ist am Donnerstag in einer Sitzung der Bundeskurie in Wien gescheitert, bestätigte ein Sprecher der Ärztekammer einen Bericht des „Standard“. Die Kritik war nach Berichten über hohe Bezüge Mayers aufgekommen.

Laut dem „Standard“-Bericht haben nur Vertreter der niederösterreichischen Kurie dem Antrag zugestimmt – er habe nur 18 der 109 Stimmen erhalten. Für eine Abwahl des 65-Jährigen, dessen Amtszeit in der Kammer Oberösterreich Ende des Jahres bzw. mit März auch in der ÖÄK ohnehin regulär enden würde, hätte es eine Zwei-Drittel-Mehrheit gebraucht.

Mayer, der auch Vizepräsident und Kurienobmann der angestellten Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich ist, soll laut einem Bericht des „Falter“ von Ende November über Jahre hinweg auf Gesamtbezüge (Gehalt plus Zahlungen aus beiden Kammern) von rund 26.000 Euro pro Monat gekommen sein. Für seine Dienstreisen von Schärding nach Wien bis zu zweimal pro Woche soll er ein Taxi statt den Zug genutzt haben.

Der Antrag wurde u.a. mit der Begründung gestellt, Mayers Verhalten sei geeignet, dem Image der Ärzte und ihrer Vertreter zu schaden. Der Präsident der niederösterreichischen Kammer, Harald Schlögel, hatte laut „Standard“ vorab dafür plädiert, „weiteren Schaden von der Kammer abzuwenden“ und zurückzutreten. „Die Zeit ist reif“, befand Schlögel.

(APA/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Studie zu „älter werdenden Eltern mit Pflegeverantwortung“

Studie zu „älter werdenden Eltern mit Pflegeverantwortung“

Ziel der Studie ist es, Einsicht in die Situation dieser wenig wahrgenommenen Gruppe zu nehmen und darzustellen, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind und welche Ressourcen sie zur Bewältigung ihrer Situation nutzen.

Britischer Blutkonserven-Skandal hätte vertuscht werden sollen
Weitverbreitete Vertuschung

Britischer Blutkonserven-Skandal hätte vertuscht werden sollen

Im größten Behandlungsskandal des britischen Gesundheitsdiensts NHS hatten in den 1970er- und 1980er-Jahren bis zu 30.000 Menschen kontaminierte Blutprodukte erhalten. Mehr als 3.000 Menschen starben.