WHO fordert mehr Einsatz im Kampf gegen Hepatitis B und C

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Autor: Scho

Im Kampf gegen Hepatitis fordert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr Forschung, mehr Tests und Behandlungen sowie ein stärkeres politisches Engagement. 287 Millionen Menschen weltweit lebten mit chronischer Hepatitis B oder chronischer Hepatitis C, schreibt sie zum Welt-Hepatitis-Tag.

Die beiden – nicht miteinander verwandten – Erkrankungen werden durch Viren verursacht, die vor allem per Blut übertragen werden. Die infolge der Infektion entstehenden Leberentzündungen können zu schweren Spätfolgen führen wie Leberzirrhose und Leberkrebs.

Hepatitis B ist die größere Bürde: Damit leben rund 240 Millionen Menschen weltweit, 1,1 Millionen sterben pro Jahr an Hepatitis B – mehr als doppelt so viele wie an Malaria. An Hepatitis C sterben etwa 240.000 Menschen pro Jahr. Und obwohl die weitaus meisten Hepatitis-C-Erkrankungen seit 2015 geheilt werden können, wurden seitdem nur etwa 20 Prozent der Erkrankten behandelt, wie die WHO bemängelt. Die WHO empfiehlt routinemäßige Hepatitis-B-Tests bei Schwangeren – und bei Babys von infizierten Frauen sofort nach der Geburt eine Impfung.

Eine Studie weckte bei Hepatitis-Fachleuten in diesem Frühjahr Hoffnung: Einem chinesischen Team gelang es erstmals, bei einigen Hepatitis-B-Patienten mit einer Kombinationstherapie eine funktionelle Heilung zu erreichen. Funktionelle Heilung bedeutet, dass die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt – auch wenn sie sich später wieder vermehren könnte, etwa, falls das Immunsystem angegriffen ist.

(APA/dpa/red.)

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