Abrechnung ohne Stolperfallen

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Stefanie Trescher & Deepak Bagla-Leithner
Diese Serie erscheint in Kooperation mit:

Der Abrechnungsalltag in österreichischen Krankenhäusern wird zunehmend komplex. Unterschiedliche stationäre und ambulante Abrechnungsmodelle, strenge Prüfregeln und umfangreiche Dokumentationspflichten müssen parallel bewältigt werden. Dazu zählen unter anderem die Abrechnung mit Landesfonds über den XMBDS-Datensatz, ambulante und stationäre DVP-Abrechnungen, Sonderklasseprozesse, die Abrechnung mit in- und ausländischen Versicherungen sowie verschiedene Übertragungswege. Gleichzeitig steigen durch die Ambulantisierung die Fallzahlen, während viele Teams personell knapp besetzt sind. Abrechnungssysteme müssen deshalb Prozesse stabilisieren, Fehler reduzieren und Mitarbeitende entlasten.

ORBIS Integrated Billing für Österreich (ORBIS IBIL AT) von Dedalus HealthCare betrachtet Abrechnung als durchgängigen Gesamtprozess. Abrechnungsrelevante Informationen werden frühzeitig zusammengeführt, einheitlich verarbeitet und dokumentiert. Die Integration von klinischen Workflows, Stammdaten, Kodierung, Kostensicherung und Abrechnung in einer Systemwelt soll Medienbrüche und Fehlerquellen reduzieren. Zugleich ist die Lösung auf hohe Fallzahlen und Massendatenverarbeitung ausgelegt, damit auch bei steigenden Volumina stabile Abläufe ohne umfangreiche manuelle Nacharbeiten möglich bleiben.

Dedalus HealthCare entwickelt seit 2005 Abrechnungslösungen für den österreichischen Markt und berücksichtigt dabei dessen regulatorische und organisatorische Besonderheiten. ORBIS IBIL AT führt diese Erfahrung in einer modernen, vollständig integrierten Plattform fort. UI-Komponenten, Tarifwerke, Abrechnungsformen, Preisermittlungen, Automatismen und Regeln können weitgehend über eine benutzerfreundliche Oberfläche konfiguriert werden. Dadurch lassen sich veränderte Verträge, neue Abrechnungsformen und regionale Besonderheiten schneller abbilden, ohne dafür zwingend Codeänderungen vorzunehmen. Gleichzeitig bleiben die angewendeten Regeln nachvollziehbar, was insbesondere für Revisionen und externe Prüfungen wichtig ist.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Automatisierung. ORBIS IBIL AT wird innerhalb der ORBIS-U-Architektur schrittweise weiterentwickelt, um unter anderem die Ermittlung abrechenbarer Fälle, workflowgestützte Bearbeitung, Prüfungen und perspektivisch auch vorbereitende Rechnungsschritte zu automatisieren. Dabei sollen Regeln, Freigaben, Ausnahmen und Verantwortlichkeiten transparent und kontrollierbar bleiben.

Ergänzend kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz. Mit clinalytix NLP können beispielsweise relevante Diagnosen aus Arztbriefen extrahiert und Fachkräften zur Prüfung vorgeschlagen werden. Künftig sollen solche Funktionen stärker in Brieferstellung und Abrechnung integriert werden, um Informationen früher strukturiert verfügbar zu machen und manuelle Arbeit zu reduzieren.

Die Pilotinstallation beim MedAlp-Klinikverbund zeigt den praktischen Einführungsansatz. Standorte werden in Clustern umgesetzt, beginnend mit Prozessanalyse, Altdaten-Mapping und Stammdatenharmonisierung. Nach Basiskonfiguration und standortspezifischer Anpassung werden reale Abrechnungsszenarien einschließlich SAP-FI/CO-Anbindung getestet. Ziel sind stabile, transparente Prozesse mit weniger Nacharbeit.


Stefanie Trescher
Lead Product Management Administration PE&T
Dedalus HealthCare

Mehr Informationen unter:
www.dedalus.com/dach/de/our-offer/products/orbis-ibil

Deepak Bagla-Leithner
Product Manager
Dedalus HealthCare

Mehr Informationen unter:
www.dedalus.com/dach/de/our-offer/products/orbis-ibil

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