Abendliches Handyverbot verlängert Schlaf und verbessert Noten

Lesedauer beträgt 2 Minuten
Autor: Scho

Strenge Smartphone-Regeln zahlen sich aus: Wenn Jugendliche ihr Handy abends nicht benutzen dürfen, schlafen sie im Schnitt 40 Minuten länger und schneiden in der Schule besser ab. Das zeigt eine neue Studie der Universität Genf. „Eltern spielen daher eine Schlüsselrolle. Ihr Engagement beeinflusst direkt die Gesundheit und den Erfolg ihrer Kinder“, wurde Studienerstautor Kevin Mammeri in einer Mitteilung der Universität Genf vom Mittwoch zitiert.

Für die Studie, die im Fachblatt „Discover Public Health“ veröffentlicht wurde, haben die Forscherinnen und Forscher Antworten von über 300 Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 13 und 15 Jahren untersucht. Die Jugendlichen füllten einen Fragebogen zu ihren Schlafgewohnheiten und den Regeln ihrer Eltern bezüglich Bildschirmnutzung aus.

Die Ergebnisse zeigen: Schülerinnen und Schüler, die den strengsten Regeln unterliegen – keine Handys im Schlafzimmer und keine Handynutzung am Abend – schlafen deutlich länger. Im Durchschnitt beträgt der Schlafgewinn 40 Minuten pro Nacht.

„Das ist beträchtlich, wenn man bedenkt, dass diese Altersgruppe rund neun Stunden Schlaf benötigt, aber oft nur sieben bis acht bekommt. Jede Woche entspricht dieser Gewinn von 40 Minuten fast einer zusätzlichen Nacht Schlaf“, betonte Studienleiterin Virginie Sterpenich in der Mitteilung.

Schwache Regeln bringen nichts – das bestätigte ein weiteres Resultat der Studie. Schülerinnen und Schüler mit strengen Regeln schnitten im Durchschnitt besser ab in der Schule als jene ohne strenge Handynutzungs-Regeln.

Andere Einschränkungen, wie etwa die Begrenzung der täglichen Bildschirmzeit oder eine festgelegte Zeit, zu der das Gerät nicht mehr gebraucht werden sollte, zeigten der Studie zufolge keinen signifikanten Einfluss auf die Schlafdauer. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Einführung einer Regel, die das physische Entfernen von elektronischen Bildschirmgeräten aus dem Schlafzimmer vorschreibt, mit einer längeren Schlafdauer verbunden ist“, schrieben die Forscherinnen und Forscher in der Studie.

Die Fachpublikation finden Sie hier.

(APA/sda/red.)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Corona – weltweit 5,6 Milliarden mindestens einmal geimpft

Corona – weltweit 5,6 Milliarden mindestens einmal geimpft

Demnach ist mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung geimpft. In der EU haben Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge rund 338 Millionen Menschen (fast 76 Prozent) mindestens eine Spritze bekommen,

Cholesterin und schlechteres Sehen als Risikofaktoren
Demenz

Cholesterin und schlechteres Sehen als Risikofaktoren

In einem neuen Bericht werden 14 Faktoren aufgelistet, über die knapp die Hälfte der weltweiten Demenzfälle verhindert oder zumindest verzögert werden könnten. Experten zufolge ist das allerdings eine recht theoretische Rechnung.