Der steirische Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) ist am Dienstag im steirischen Landtag zur weiteren Entwicklung der Gesundheitsversorgung im Bezirk Liezen befragt worden. Es ging insbesondere um die Spitalspläne in Bad Aussee. Alexander Melinz (KPÖ) wollte im Zuge der Befragung wissen, wann Abteilungen geschlossen werden. Dies dürfte noch im ersten Halbjahr dieses Jahres umgesetzt werden.
Der im Dezember 2025 beschlossene Regionale Strukturplan Gesundheit der Steiermark (RSG 2030) sieht die Schließung der Abteilungen Innere Medizin (20 Betten), Chirurgie (16 Betten) und Intensiv- und Notfallmedizin (drei Betten) und damit das Ende des LKH Bad Aussee vor. Ein konkreter Zeitpunkt für die Schließung wurde im RSG 2030 jedoch nicht angegeben.

Landesrat Kornhäusl nannte nun als zeitlichen Rahmen für die Schließung der Chirurgie und der Inneren Medizin das erste Halbjahr 2026. „Eine Zusicherung, dass noch bis 2030 alles so bleibt, wie es jetzt ist, hat es nicht gegeben“, verteidigte sich der Landesrat gegenüber anderslautenden Aussagen eines Betriebsrates des Spitals. „Die Aussage, dass bis 2030 alles bleibt, wie es ist, hat es von mir nicht gegeben“, so Kornhäusl. An den Betriebsrat sei bereits die Aufforderung ergangen, seine Aussagen richtig zu stellen.
Auch, dass die Abteilungen – wie jüngst kolportiert – schon mit April geschlossen werden könnten, ist denkbar. Konkret gefragt, ob Kornhäusl dies ausschließen könnte, sagte der Landesrat: „Nein, ich schließe es nicht aus. Der Zeitrahmen wäre erstes Halbjahr 2026, das beinhaltet auch den 1. April.“
(APA/red.)


